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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
188
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sehen einer solchen Genossenschaft bedurfte. Und mir in einemLande, welches allen Arten der Lehenstyrannei ansgesetzt warund welchem alle gewöhnlichen Mittel zur Erlangung vonGerechtigkeit und Genugthuung fehlten, hatte ei» solchesSystem Wurzel fassen und sich fortpflanzen können.

Wir müssen jetzt zu dem wacker» Engländer zurückkehren,der zwar alle Gefahr erkannte, d^e ihm von einem so furcht-baren Gericht drohte, aber dessenungeachtet all' seine Kalt-blütigkeit und eine würdige Miene bewahrte.

Als die Versammlung bei einander war, wurde ein Bün-del Stricke und ein bloßes Schwert, die wohlbekannten Zei-chen und Sinnbilder der Gewalt der Dehme auf den Altarniedcrgelegt. Das Schwert nut seiner geraden Klinge unddem Kreuzgriff stellte das heilige Sinnbild der Erlösung derChristen vor und der Strick zeigte das Recht der Kriininal-gerichtsbarkeit und der Todesstrafe an. Der Präsident derVersammlung, der den Mittelsttz auf der vordersten Bankeinnahm, erhob sich, legte die Hand auf die Sinnbilder undsprach laut die Formel, welche die Pflichten des Gerichts insich faßte. Und hinter ihm wiederholten dieselbe alle unter-geordneten Richter und Beisitzer in dumpfem und ergreifen-dem Murmeln.

Ich schwöre bei der heiligen Dreieinigkeit, ohne Unter-laß zu helfen und mitznwirken zu Allem, was die heiligeVehme betrifft, ihre Satzungen und Einrichtungen gegenVater und Mutter, Bruder und Schwester, Weiber undKinder zu verfechten, gegen Feuer, Wasser, Erde und Luft,gegen Alles, was die Sonne anfcheint, gegen Alles, was derThau benetzt, gegen alle Geschöpfe Himmels und der Erde,oder des Wassers unter der Erde; und ich schwöre, diesemheiligen Gerichtshof anzuzeigen, alles Wahre, was ich weiß