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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Ich kann mi>' nicht zu viel Mühe für einen Gast ma-chen," erwiederte dieser,welchen mein ehrwürdiger Freund,der Priester an der St. Paulskirche meiner Vorsorge beson-ders empfohlen hat."

Hiermit öffnete er die Thüre eines kleinen Schlafzimmers,in welchem Alles für den Empfang des Reisenden hergerichtetwar und sagte zu Pkilipson,hier könnt Ihr ruhen bismorgen und bis es Euch aufznstehen beliebt, überhaupt könntIhr so lange bei mir bleiben als Ihr wollet. Der Schlüsselda wird Eure Waaren vor Diebstahl und Raub im Allgemei-nen sicher stellen. Das thue ich nicht für Jedermann; dennwenn ich jedem meiner Gäste ein Bett für sich geben wollte,so wäre das Nächste, was sie von mir verlangten, ein beson-derer Tisch. Dann hätte es ein Ende mit den guten, alten,deutschen Bräuchen und wir würden eben so ausschweifendund läppisch wie unsere Nachbarn."

Er le.ts den Mantclsack auf den Boden und schien LasZimmer verlassen zu wollen, kebrte aber wieder und beganneine Art Vertheidigung wegen der Grobheit seines früherenBenehmens.

Ich hoffe, es herrscht kein Mißvcrständniß zwischen uns,mein würdiger Gast. Ihr. konntet eben so gut erwarten einenvon unseren Bären von Len Bergen herunterkommen undStreiche wie em Affe machen zu sehen, als einen von UNSalten, zähen Deutschen finden, der die Kratzfüffe eines fran-zösischen oder italienischen Wirths »achmacht, doch bitte ichEuch zu bemerken, daß, wenn unser Betragen barsch ist, un-sere Zechen billig und alle unsere Waaren acht sind. Wirverlegen uns nicht darauf, durch ein Grinsen oder einen Bück-ling Moseler für Rheinwein anszugeben; wir machen auchkeine vergiftete Brühe an Euer Essen, wie der verrätherrscheAnna v. Geierstein il. 12