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18 (1851) Anna von Geierstein
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du, alter Timotheus, sag dem tollen Menschen, daß blos zugehöriger Zeit der Zugang in's goldene Vließ offen ist."

Die Männer thaten, wie ihnen geheißen worden undman konnte in der Stube hören, wie einer Le» andern inder bestimmten Abweisung zu übertreffen suchte, die sie demGast zuriefen. Indessen kamen sie zurück und sagten ihremHerrn, sie seven nicht im Stande, die Hartnäckigkeit des Frem-den zu bewältigen, der sich entschieden weigere, wegzugehen,bis er eine Zusammenkunft mit Mengs selbst gehabt habe.

Zn mächtigen Zorn gerieth der Herr des goldenen Vlie-ßes über diese schlimme Beharrlichkeit und sein Unwille dehntesich, wie eine feurige Ausdünstung, von seiner Nase über dienächsten Gegenden der Wangen und Stirn aus. Er fuhrvom Sessel auf, nahm einen derben Stock in die Hand, wel-cher gewöhnlich sein Herrschersiab zu sein schien, und murrteetwas von Prügeln für die Schultern von Narren und Krü-gen voll sauber» oder schmutzigen Wassers, um ihnen die Oh-ren zu waswen. Dann schritt er dem in den Hof hinaus-gehenden Fenster zu und ließ seine Gäste sitzen. Diese nickten,winkten einander und wisperten sich zu, in voller Erwartung,Len thätlichen Ausbruch seines Zorns zu vernehmen. Es ge-schah aber ganz anders; denn nachdem einige undeutlicheWorte gewechselt worden, erstaunte man allgemein, das Ge-räusch von der Aufriegclung und Aufsperrung der Thore desWirthshauses und gleich danach die Tritte von Männern aufder Treppe zu vernehmen. Der Wirth trat herein und batmit einem Anschein plumper Köstlichkeit die Versammelteneinem verehrten Gast Platz zu machen, der, obgleich spät,ihre Zahl zu vergrößern käme. Eine große, schwarze Gestaltfolgte ihm, in einen Reisemantel gehüllt; als sie diesen ab-