Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
159
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heftig und zurückschreckend, die Miene und die Art, mit dersie lvsgelassen wurden, eben so rauh als ihr Inhalt- Dieswird sich aus dem nachstehenden Gespräch zwischen ihm undseinen Gast ergeben.

Guter Wirtb," sagte Philipson im sanftesten Tone, dener annehmen konnte,ich bin müde und etwas unwohl, darfich um ein besonderes Zimmer bitten, um einen BecherWein und etwas zu essen, was ich für mich allein verzehrenmöchte?"

Das dürft Ihr," antwortete der Wirth, aber mit einemBlick, der im Widerspruch mit der scheinbaren Einwilligungstand, welche seine Worts in sich schlossen.

Laßt mich also solcher Bequemlichkeit theilhastig werden,sobald es Euch gelegen ist."

Sachte!" versetzte der Herbergsvater.Ich habe gesagt,Ihr dürfet solche Sacken fordern, aber nicht, ich würde Euchdieselben zugestehen. Wenn Ihr daraus beharrt, anders alsAndere bedient sein zu wollen, so muß das in einem andernWirthshaus geschehen, als in dem meinigen."

Nun denn," sagte der Reisende,ich will mich einmalohne Nachtessen behelfen, ja, noch mehr, ich verstehe michdazu, ein Nacktesten, das ich nicht genieße, zu bezahlen,wenn Ihr mir nur ein besonderes Gemach anweiseu wollet."

Herr Reisender," entgegnete der Schenkwirth,hierwird Jedermann so gut versorgt wie Ihr, denn alle zahlengleich. Wer in dieses Gasthaus kommt, muß essen was An-dere essen und trinken was Andere trinken, mit meinen übri-gen Gästen zu Tische sitzen, und in's Bett gehen, wenn dieGesellschaft genug getrunken hat."

All das," sagte Philipson, der sich demüthigte, da eS