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18 (1851) Anna von Geierstein
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schaftsgesehe erklären. Wenn der Stärkere einem Schwäche-ren Unrecht zufügt oder der Adelige einen weniger Edelnbeleidigt, so hebt gerade eine solche Handlung den Unterschiedzwischen ihnen auf nnd der Beleidiger ist gehalten, gehörigeGenngthuung zn geben, wie solche der geschädigte Theil heisü t."

Fort in deine Berge, Bauer!" schrie der übermüthigeRitter;fort! kämme deinen Bart und röste deine Kastanien.Was! Weil ein paar Ratten und Mäuse einen Zufluchtsorthinter den Mauern und dem Getäfel unserer Wohnunaenfinden, sollen wir deshalb zugeben, daß sie uns ihre widerlicheGegenwart und ihre Aeusserunge.i von Freiheit und Unabhän-gigkeit aufdrängen? Neui. eher wollen wir sie mit dem Ab-satz unserer eisenbeschlageuen Stiefel zerquetschen."

Wir und keine Leute, auf denen man herumtretcn kann,"gab Arnold Biedermann ruhig zur Antwort.Die, welche esversuchten, haben Steine des Anstoßes gefunden. Laßt, HerrRitter, laßt einen Augenblick diese hvchmükhige Sprache beiSe>te, die blos zum Kriege führen kann, und horcht auf dieWorte des Friedens. Entlaßt unseren Kameraden, den eng-lischen Kaufmann Philips»«, an den Ihr diesen Morgen ge-gen alles Gesetz die Hände gelegt habt; laßt ihn eine mäßigeSumme als Lösegelb zahlen und wir, die wir augenblicklichvor den Herzog müssen, werden ihm einen günstigen Berichtvon seinem Statthalter zu La Fcrette abstatten."

So großmüthig wollt Ihr sein, wirklich?" sagte HerrArchibald im spöttischen Tone.Und welches Pfand wolltIhr mir gebe», daß Ihr so gnädig mit mir verfahren wollet,wie Ihr vorschlaget?"

Das Wort eines Mannes, der nie seine Zusage gebro-chen," entgegnete der Laudammann mit der alten Gelassenheit.

Unverschämter Bauer!" versetzte der Ritter,ist es an