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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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können, als sein Leben noch dauern wurde eine traurigeErwiederung, welche muthmaßen ließ, seine Entbehrungenwerden so lange währen als sein Leben, keines von beidenwerde aber lange dauern. Mit Hülfe der dämmernden Lampehatte er sich zu einer Bank oder einem rauhen, in den Felsengehauenen Sitz Hinzefunden; und als sich seine Augen nachund nach an die Dunkelkeit des Orts gewöhnten, in welchener eingeschlossen war, gewahrte er eine schreckliche Spalte imBoden seines Verließes, die einigermaßen der Oeffnung einesZiehbrunnens glich, aber von unregelmäßiger Gestalt undaugenscheinlich die Mündung eines durch die Natur gebildetenSchlundes war, dessen Bildung menschliche Arbeit und Kunstin Etwas unterstützt hatte.

Hier also ist mein Todesbett," sagte er,und dieserSchlund vielleicht das Grab, welches meinen Ueberresten ent-gegengäbnt! Ich habe von Gefangenen gehört, die in solchefurchtbare Abgrunde lebendig hinuntergeworfen wurden; damußten sie langsam verenden, von Wunden gepeinigt undNiemand vernahm ihre Seufzer, Niemand beweinte ihrenTod!"

Er näherte seinen Kops der entsetzlichen Aushöhlung undhörte, wie in großer Tiefe den Ton eines dunkeln und wiees schien, unterirdischen Stroms. Die lichtlosen Wellen schie-nen murrend ihr Opfer zu fordern. Der Tod ist furchtbar injedem Lebensalter, aber in der ersten Springflut!) der Jugend,wenn alle Gefühle der Freude lustig sich wiegen und nachGenuß streben, mit Gewalt von dem Mahle weggeführt znwerden, zu welchem man sich kaum erst niedergesetzt hat, istbesonders und selbst dann erschreckend, wenn ein solches Er-eigniß im gewöhnliche» Gang der Natur eintritt- Aber wieder junge Philipson am Rande der unterirdischen Tiefe zu