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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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das sind unsere Leute, wenigstens sehen sie ganz so ansder ältere, ziemlich groß und dunkeln Gestchts, mag fünf undfünfzig Jahre alt sein und hat einen etwas grauen Bart;der jüngere, etliche zwanzig, großer als der erste und einwohlgestalteter Bursche, mit glattem Kinn und hellbraunemSchnurrbart."

Laßt sie herein," sagte der Statthalter und wandte sich,um auf die Straße hinabzugehen,und bringt sie in die Fol-terkammer des Zollhauses."

Indem er dies sagte, begab er sich selbst nach dem be-zeichneten Ort. Dies war ein Gemach in dem großen Thurm,der den östlichen Thorweg schützte, und hier war der Bockund verschiedene andere Marterwerkzeuge, welche der grau-same und räuberische Statthalter bei solchen Gefangenen inAnwendung zu bringen gewohnt war, von denen er entwederBeute oder Nachrichten zu erpressen wünschte. Er trat indas schwach erhellte Gemach, dessen hohe gothische Decke kaumgesehen werden konnte. Schlingen und Stricke, die von der-selben herunterhingen, kündigten eine furcktbare Verbindungmit verschiedenen Geräthschasten von rostigem Eisen a», diean den Wänden herumhingen oder zerstreut auf dem Bodenlagen.

Ein matter Lichtstrahl fiel durch eines der zahlreichen undengen Säiießlöcher, mit denen die Mauern versehen waren,gerade auf die Gestalt und das Gesicht eines großen schwärz-lichen Mannes, der nach der bloß theilweisen Beleuchtung ineiner finstern Ecke des Unheil verkündenden Gemachs saß.Seine Züge waren regelmäßig und sogar schön, aber von be-sonders finsterem und drohendem Gepräge. Die Kleidungdesselben bestand aus einem Scharlachmantel; sein Haupt warentblößt und von struppigen schwarzen Locken umgeben, welche