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Schweizer zu beleidigen, siehst du nicht, daß er ihnen durcheigene bestimmte Befehle und auf eine Art entgegentreten will,die man eine» öffentlichen Treubruch gegen eine friedlicheGesandtschaft nennen könnte; aber wer unter seine» Leutendem Fürsten die üble Nachrede bei einer derartigen Geschichteerspart, dessen Verfahren wird man einen Mißverstand oderein Versehen nennen, und es wird, ich versichere dich, soaniesehen werden, als hätte er einen Ritterdienst verrichtet.Oeffenklich vielleicht wird ein finsterer Blick auf ihn geworfen,aber insgeheim wird ihn der Herzog zu belohnen wissen. Wasstehst du so still da, Mann, und was machst du für ein häß-liches Gefickt? Du fürchtest dich Loch nicht vor zwanzigSchweizerbuben, da wir an der Spitze eines solchen Haufensvon Sperre» stehen?"
„Die Schweizer," antwortete Kilian, „werden tüchtigeHiebe austheilen und einnehmen, und ich habe keine Angstvor ihnen. Aber ich meine, wir sollten dem Herzog Karlnicht zu viel trauen. Daß er im ersten Augenblick über einede» Schweizern angethane Schmach erfreut sein wird, istwabrscheinlich genug; wenn er es aber, wie Ihr andeutet,gnädiger Herr, hintennach paffend findet, die That zu miß-billigen, so ist er, damit solches einen lebhaften Anstrich be-kommt, Fürst genug, um die, welche sie verrichtet, hängenzu lassen."
„Pah!" sagte der Zvmmandant. „Ich weiß, wo ich halte.Einen solchen Streich könnte wohl Ludwig von Frankreichspielen, aber dem derben Wesen unseres Kühnen von Bur-guno ist er fremd. — Was Teufels stehst du noch da, Mann,und lächelst wie ein Affe über eine geröstete Kastanie, die erfür seine Finger zu warm glaubte?"
„Ihr seid, gnädiger Herr, so klug als kriegerisch," sagte