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18 (1851) Anna von Geierstein
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ihm nur als Pfand für eine beträchtliche Geldsumme einge-händigt worden, welche der Kaiser Sigmund von Oesterreich,dem die Herrschaft über den Ort eigenthümlich zugehörte,dem Herzog Karl schuldig war. Aber die Stadt hatte einesehr geschickte Lage, um den Handel der Schweiz zn verküm-mern und diesem von Karl eben so verachteten als gehaßtenVolk Zeichen seines bösen Willens zuzufügen. Dadurch wardder allgemeine Glaube verstärkt, daß der Herzog von Bur-gund, der unversöhnliche Feind dieser Bergbewohner, unterkeine» Bedingungen sich zur Einlösung derselben verstehenwürde, wenn dies auch unter billigen oder vortheilhaftenBedingungen geschehe» könnte. Denn dadurch würde ja anden Kaiser ein Posten zurückfallen, der für ihn deswegen vongroßer Bedeutung war, weil er mittelst desselben am bestenseiner Abneigung gegen die Schweizer Lust machen konnte.

Die kleine Stadt besaß eine schon an sich starke Lage,aber die Befestigungswerke, die sie umgaben, waren kaumzureichend, um einen plötzlichen Angriff zurückzuschlageil, undnicht ini Stande, eine förmliche Belagerung von einiger Dauerauszuhalten. Die Strahle» der Mvrgensoune hatten schonlänger als eine Stunde die Spitze des Kirchthurms beschienen,als sich ein großer, magerer und ältlicher Mann den Ver-schanzungen an dem östlichen Thore näherte. Er war in einMorgengewandt gehüllt, das ein breiier Gürtel zusammen-hielt, in der linken Hand trug er ein Schwert, in der rechteneinen Dolch und an seiner Mütze schwankte eine Feder. Dieseoder statt ihrer der Schwanz eines Fuchses war das Zeichenadeligen Bluts in ganz Deutschland und hoch geschätzt vonallen, die das Recht hatten es zu trage».

Die kleine Abtheilung von Soldaten, welche hier wäh-rend der vergangenen Nacht Wache gehalten hatte, trat bei