Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
20
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Arnold Biedermanns bezeichnete, murmelte er zwischen denLippen:

Lebe wobl, Spiegel alter Treue und Ehrlichkeit,lebe wohl, edler Arnold, lebe wobl, dn Gemüt!) voll Red-lichkeit und Biederkeit, dem Herzlosigkeit, Selbstsucht undFalschbeit gleich unbekannt sind!"

Und lebe wohl, dachte sein Sohn, lieblichstes, offenstesund doch geheimnißvvllstes Mädchen! Aber der Abschiedwu de, wie man wohl glauben wird, nicht wie der seinesVaters in Worten ausgesprochen.

Bald nachher waren sie außerhalb des Thvres. DerSchweizer Diener wurde reichlich belohnt und mit tausendfreundlichen Worten des Abschieds und der Erinnerung anden Landammann, gemischt mit Hoffnun'en und Wünschen,daß sie bald wieder auf burgundischem Gebiet zusammentieffenmöchten, von seinen englischen Gästen entlassen. Dann faßteder junge Mann den Zügel des Maultbiers und führte daSThier in leichtem Sckritt. Sein Vater ging neben ihm her.

Nachdem sie einige Minuten geschwiegen, redete derältere Philipson Artbur an.Ich fürchte," sagte er,wirsehen den würdigen Landammann nicht wieder. Die Jüng-linge, die ihn begleiten, sind geneigt, Beleidigungen zu ver-üben der Herzog von Burgund wird ihnen hinreichendeVeranlassung dazu geben, fürwte ich, und der Friede, wel-chen der treffliche Mann für das Land seiner Väter wünscht,wird scheitern, ehe sie vor den Herzog kommen. Doch wennes auch anders wäre, so ist die Frage leicht zu beantworten,wie der stolzeste Fürst in Europa die finsteren Blicke vonBürgern und Bauern ertragen wird (denn diese Namen wirdKarl von Burgund den Freunden geben, die wir eben ver-lassen haben). Ein Krieg, verderblich für Alle, die dabei