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18 (1851) Anna von Geierstein
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Ich nehme sie sehnungswei'se mit Dank an;" erwiederteder Engländer.Wie könnt Ihr aber das Thier entbehren?Ihr habt nur noch eins übrig?"

Wir können nnserem Bedürfniß leicht von Basel ansabhelfen," entgegnete der Landammann.Ja, wir könnendiesen kleinen Aufschub für Eure Absicht benützen, Herr Eng-länder. Ich habe die erste Stunde »ach Tagesanbruch alsdie Zeit unserer Abreise bestimmt; wir werden sie auf diezweite Stunde verschieben und da bleibt uns Frist genug, umein Pferd oder Manlthier zu bekommen, und Ihr, Herr Phi-lipson, habt Zeit um La Ferette zu erreiche». Dort werdetIhr, wie ick zuversichtlich hoffe, Euer Geschäft mit von Ha-genbach zu Eurer Zufriedenheit beendigen und dann wiedermit uns Zusammentreffen, wenn wir durch Burgund reisen."

Wenn unsere beiderseitigen Zwecke unser Zusammenreisen gestatten, würdiger Landammann," gab der Kaufmannzur Antwort,so werde ich es für ein großes Glück halten,Euer Begleiter zu werden. Und nun legt Euch wieder zurRuhe nieder, die ich unterbrochen habe."

Gott segne Euch, kluger und treuherziger Mann," sagteder Landammann, indem er aufstand und den Engländer um-armte.Sollten wir nimmer Zusammentreffen, so werde ichmich doch des Kaufmanns erinnern, der den Gedanken anGewinn aufgab, um den Pfad der Weisheit und Rechtschaf-fenheit einzuschlagen. Ich kenne keinen andern, der nichteinen Strom von Blut vergossen hätte, um fünf Unzen Goldzu erlangen. Leb' auch du wohl, wackerer junger Mann.Du hast unter uns gelernt, am Rande eines Schweizerfelsensfest zu stehen, aber Niemand kann dich so gut wie dein Vaterlehren, durch die Sümpfe und Abgründe des menschlichenLebens einen geraden Pfad einzuhalten."