Väter aus dem Hause ihrer Gefangenschaft, — durch glück-lichen und ruhmreichen Krieg erhob sich ein Geschlecht, dasman kaum so vieler Beachtung wertk hielt, als die Ochsen,die es weidete, auf einmal zu Freiheit und Ansehen; cs wardgeehrt, weil man es fürchtete, wie es früher verachtet wordenwar, weil es keinen Widerstand leistete."
„Das mag Alles wahr sein," sagte der jnnge Engländer,„aber nach meiner Ansicht ist Enre Sendung durch Eure Taz-satzung oder Euer Unterhaus bestimmt worden. Sie hat be-schlossen, Euch und Andere als Boten deS Friedens abzuord-nen; aber Ihr blaset insgeheim die Flammen des Kriegesa»; und während allS oder doch die meisten Eurer Amrsge-nossen sich für morgen eine friedliche Reise versprechen, stehtIhr zum Kampf gerüstet und seht Euch nach Mitteln um,einen solchen zu veranlassen."
„Und ist es nicht gut, daß ich so gerüstet bin?" antwor-tete Rudolph. „Wenn wir im burgundischen Gebiet friedlichausgenommen werden, wie nach Eurer Aussage die übrigenGesandten erwarten, so sind meine Vorkehrungen unnothig;wenigstens können sie aber nichts schaden. Kommt es anders,so wird durch mich ein großes Unglück von meinen Amtsge-noffen, meinem Vetter Arnold Biedermann, meiner schönenBase Anna, von Eurem Vater, von Euch selbst, kurz vonuns Alle» abgewendet, die wir fröhlich mit einander reisen."
Arthur schüttelte den Kopf. „Es ist Etwas an all Dem,"sagte er, „was ich nicht verstehe und nicht zu verstehen suchenwill. Ich bitte Euch bloß, meines Vaters Angelegenheitennickt einem Friedensbruch zu Grunde zu legen; es könnte,wie Ihr andeutet, den Landammann in einen Streit verwickeln,den man sonst hätte vermeiden können. Ich weiß gewiß, meinVater würde das nie verzeihen."