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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
181
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Die Hunde sind still," sagte der Berner.ES müssendie Wachtgrnoffen sein, die herankommen,"

Wirklich waren es auch Rüdiger und seine Leute. Siemachten beim Anblick ihrer Kameraden Halt und ein regel-mäßiger Anruf wurde gewechselt. Solche Fortschritte in derKriegszucht hatten die Schweizer bere ts gemacht, währenddas Fußvolk in anderen Theilen Europas nur wenig mehr,als die rohen Anfänge davon kannte. Arthur hörte, wie Ru-dolph seinen Freund Rüdiger darüber tadelte, daß er nichtauf dem bestimmten Platze mit ihm zusammengctroffen sei.Jetzt kommt es bei Eurer Ankunft zu neuem Zechen," sagteer,und wir müssen morgen kalt und fest sein."

Kalt wie ein Eiszapfen, edler Hauptmann," antwortetedes Landammanns Sohn,und fest wie der Fels, auf demer hängt."

Rudolph empfahl abermals Mäßigkeit und der jungeBiedermann sagte Gehorsam zu. Die beiden Abtheilungengingen mit freundlichem, aber schweigendem Gruß an einandervorbei und bald war ein beträchtlicher Raum zwischen ibnen.

Die Gegend war auf der Seite des Schlosses, um welchesie ihre Pflicht jetzt führte, offener als auf der, die dem Haupt-thore gegenüber lag. Die freien Stellen waren groß, Bäumestanden nur hie und da über Weideland zerstreut und es gabda kein Dickicht, keine Schlucht oder andere Plätze für einVersteck, so daß das Auge bei dem Hellen Mondschein wohldie Gegend übersehen konnte.

Hier," sagte Rudolph,dürfen wir uns für sicher genughalten zu einer Besprechuna und deßhalb, Arthur von Eng-land, möchte ich dich, da du uns jetzt mehr in der Näbe ge-sehen hast, fragen, was du von der Schweizer Jugend denkst?Durch dein verschlossenes Wesen, das sich unserem Vertrauen