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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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um mir meine Verhältnisse und Obliegenheiten zurückzurufen, um nn meine» Vater zu denken, für den ich Alles inAllem bin und an die Schande, die mir erwachsen müßte,wenn ich im Stande wäre, die Neigung eines offenherzigenund vertrauensvollen Mädchens zu erwerben, ohne daß ich ihrdagegen mein Leben weihen konnte.Nein," sagte er zu sichselbst,sie wird mich bald vergessen und ich will an sie nurwie an einen lieblichen Traum zu denken suchen, der einenAugenblick die Nackt von Gefahren durchkreuzte, zu der meinLeben bestimmt scheint."

Hier stand er auf seinem Gange still, lehnte sich aufseine Waffe und eine »nwillkührliche Thräne stieg ihm insAuge und stahl sich ihm die Wange herunter, ohne daß er sieabwischte. Aber er bekämpfte Liese sanftere Art von Leiden-schaft, wie er früher gegen die wildere und verzweifeltere ge-stritten. Er schüttelte die Niedergeschlagenheit und die Muth-losigkeit, die ihn beschlich, ab, nahm wieder die Miene undStellung einer aufmerksame» Schildwache an und rief sichdie Pflichten der Wache zurück, welche er im Aufruhr seinerGefühle beinahe vergessen hatte. Wie groß war aber seinErstaunen, als er bei einem Blicke auf die beleuchtete Land-schaft eine Gestalt von der Brücke gegen den Wald bei HellemMondschein an ihm vorüber gehen sah, die auf und niederAnna von Geierstein glich!