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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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theilichkeit ausüben kann. Ernst, mein Sohn, du hast meineBefehle gehört: Geh nach Geierstein zurück, sobald der Mor-gen graut, und laß mich in dir einen veränderten Menschenfinden, wenn ich selbst dahin zurückkehre."

Der junge Schweizer war offenbar durch diese öffentlicheDemüthigung sehr ergriffen und erschüttert, er beugte einKnie und küßte seinem Vater die rechte Hand, während Ar-nold ohne das geringste Zeichen von Unwillen ilmi seinenSegen ertheilte; und Ernst zog sich ohne ein Wort des Wi-derspruchs zum Nachtrab des Zugs zurück. Dann schritt dieGesandtschaft den Wiesenweg hinunter, der ihnen gezeigtworden war und an dessen Ende die gewaltigen Ruinen vonGrafslust emporstiegen. Es war aber nicht mehr genug Ta-geslicht vorhanden, um ihr Acußeres genau unterscheiden zukönnen. Als ste näher kamen und die Nacht dunkler'wurde,bemerkten ste, daß drei oder vier Fenster erhellt waren, derRest der Vorderseite blieb in Dunkel gehüllt. Bei ihrer An-kunft auf dem Platze nahmen ste wahr, daß ihn ein breiterund tiefer Graben umgab, dessen trübe Oberfläche den Schim-mer des Lichts im Innern, wiewohl matt, zurückwarf.