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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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„Der Kaiser," versetzte der Bevollmächtigte der Basler,indem er den Bannerherrn unterbrach, „ist ein wohlgesinnterund friedliebender Mo iarch, wie er es immer gewesen; aber— da sind burgundische Kriegsvölker nnlängst in den Sund-gau gezogen und es sind von dem Grasen t rchibald von Ha-genbach Gesandte an uns geschickt worden."

„Genug!" erwi derte der Landamman». „Zieht denSchleier nickt weiter von einer Schwache, ob welcher Ihrerröthct. Ich verstehe Euch völlig. Basel liegt zu nahe beider Feste La Ferelte, als daß seinen Bürgern erlaubt seinkonnte, ihre eigenen Neigungen zu Rathe zu ziehen. Bruder,wir sehen, wo die Schwierigkeit für Euch liegt, wir bemit-leiden Euch und wir vergeben Euch Eure Ungastlichkeit."

„Ei, so kort mich doch zu Ende, würdiger Landammann,"antwortete der Beamte. „Es ist hier in der Nähe ein alterJagdsitz der Grafen von Falkenstein, Grafslust genannt. Dieserkonnte Euch, ob er wohl verfallen, ein besseres Nachtlagergewähren, als der freie Himmel, und ist auch einiger Ver-theidigung fähig, obgleich, Gott verhüte, daß es Jemandwagte, Eure Ruhe zu stören. Und horchet, meine würdigenFreunde; wenn Ihr in dem alten Platz einige Erfriscknngen,als Wein, Bier und dergleicken findet, so genießt sie ohneBedenken, denn sie sind für Euch bestimmt."

„Ick weigere mich nicht, einen sicheren Ort einzunebmen,"sagte der Landammann; „denn, wenn auch der, welcher un-seren Ausschluß aus Basel veranlaßt hat, bloß aus kleinlichemUebermuth und aus Bosheit gehandelt haben mag, so könnenwir doch nicht sagen, ob damit nickt einige gewaltthätige Ab-sicht verbunden ist Für Eure Lebensmittel danken wir Euch;aber -oir werten, so weit es auf mich ankommt, nicht auf