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18 (1851) Anna von Geierstein
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La Ferette kamen, mochten sie nun bestimmt sein, wohin siewollten, wurden willkührlich vermehrt; die Kausieute undKrämer, die einen Augenblick zauderten, das Geforderte zubezahlen, setzte» sich der Einsperrung und persönlichen Bestra-fung aus. Die deutsche» Handelsstädte wandten sich an denHerzog wegen des schändlichen Betragens seines Stellvertre-ters in La Ferette und verlangten von Seiner Gnaden Güte,daß er den von Hagenbach aus ihrer Nachbarschaft entfernenmöchte. Aber der Herzog behandelte ihre Klage mit Verach-tung- Die Schweizer Einigung ging in ihren Vorstellungenweiter und verlangte, daß dem Cvmmandanten von La Ferettesein Recht angethan werde, weil er das Völkerrecht verletzthabe. Aber sie reichten eben so wenig hin, um Beachtungoder Abhülse zu erlangen.

Zuletzt beschloß die Tagsatzung der Eidgenossen, eineförmliche Gesandtschaft hinzuschicken, von der wiederholt dieRede gewesen ist. Einer oder zwei dieser Gesandten verein-ten sich mit dem besonnenen und klugen Arnold Biedermannin der Hoffnung, daß ein so feierlicher Schritt dem Herzogdie Augen über die Bosheit und Ungerechtigkeit seines Statt-halters öffnen würde. Andere unter den Deputaten, die keineso friedliche Absichten hegten, gedachten durch diese entschlos-sene Vorstellung den Weg für die Feindseligkeiten zu ebnen.

Arnold Biedermann war entschieden für den Frieden, solange die Erhaltung desselben mit der Unabhängigkeit seinesLandes und der Ebre der Eidgenossenschaft verträglich blieb;aber der junge Philips»» entdeckte bald, daß der Landammannallein aus seiner ganzen Familie diese gemäßigte Ansicht un-terhielt. Die Meinung seiner Söhne wurde beherrscht durchdie hinreißende Beredtsamkeit und den unwiderstehlichen Ein-fluß Rudolphs von Donnerhügel, der durch einige besonders