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18 (1851) Anna von Geierstein
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durch die Befestigung der willkührlichen Gewalt. Diese beidenmachten gleich sehr die Vermittelung von Leuten unnütz, dienach einer von ihnen selbst ausgegangenen Bestallung dasUnrecht ausglichcn und deren einziger Anspruch auf Berechti-gung dazu in ihrem Schwerte lag.

Durch das allgemeine Licht, welches neuerlich Europa be-schienen. waren Frankreich, Burgund und Italien, besondersaber Oesterreich mit dem Charakter eines Volkes vertraut ge-worden, von dessen Dasein sie vorher kaum etwas gewußthatten. Zwar war es den Bewohnern der Länder, welche inder Nabe der Alpen, dieses Ungeheuern Bollwerks, liegen,nicht unbekannt geblieben, Laß die abgeschlossenen Thäler, diesich durch die riesenmäßigen Gebirge hinwanden, trotz ihresrauhen und wüsten Aussebens ein Jäger- und Hirtengeschlechtnäbrken, Männer, die in einem Zustand ursprünglicher Ein-fachheit lebten, dem Boden mit harter Arbeit ihren Unterhaltabzwangen, die Jagd über die wildesten Abgründe und durchdie dichtesten Fichtenwälder verfolgten oder ihr Vieh an Stel-len trieben, die ihm eine kärgliche Weide gewährten, selbst indie Nähe des ewigen Schnees. Aber das Vorhandensein einessolchen Volks oder vielmehr einer Anzahl kleiner Gemein-schaften, welche nakezu dieselbe armselige und harte Lebens-weise führten, war den reichen und mächtigen Fürsten in derNachbarschaft eben' so unwichtig erschienen, als es den statt-lichen Heerden, welche auf fruchtbarem Wiesengrund weiden,gleichgültig ist, daß ein paar halb verhungerte Ziegen ihrspärliches Futter zwischen den Felsen finden, welche ihr eige-nes reiches Gebiet überragen.

Aber die Verwunderung und Aufmerksamkeit begann sichauf diese Bergbewohner zu lenken, als um die Mitte desvierzehnten Jahrhunderts sich die Nachricht von ernsthaften