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6 (1853)
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auch noch sinnliche Hilfsmittel zn geben, damit sic mich, wenner nicht mehr bei ihnen sein würde, seiner oft gedächten, seinerLehren sich oft erinnerten, nnd sich unter einander selbst, so wiealle Andere, brüderlich als seine treuen Freunde und Mitgeuossendes göttlichen Reichs erkennen mochten. Darum setzte er dasheilige Abendmahl ein, und befahl ihnen, dasselbe zu halten.Das Brod ist mein Leib, der Wein ist mein Blut, sprach er.Ihr, indem ihr cs genießet, bekennet damit, daß ihr ganz einsmit mir seid, daß ich in euch bin; daß ihr mit mir in engsterGemeinschaft zn Gott nnserm Vater sichet.

Mit Taufe und Abendmahl war zugleich die sichtbare Kirchegestiftet, eine Abspiegelung des Heiligsten im Irdischen.

Wenn nachher auch noch andere Gebräuche, Vorschriften undUcbungcn hinzukamcn, je nachdem die Beschaffenheit der Men-schen und der Umstände sie erforderlich machten: alle hatten siedoch keinen andern Zweck, als die Heiligung des Gcmüths inJesu zu befördern; alle sind durch ihr hohes Alterthnm ehrwürdiggeworden. Wenn auch nachher die Anzahl der Lehrer, ihre Namen,ihre Aemtcr, ihre Gewalt, selbst ihr Rang des Einen über denAndern vermehrt wurden: es mußte doch geschehen, sobald sichdie Anzahl der christlichen Gemeinden vergrößerte, um Aufwand,Ordnung und Vollkommenheit jedes Einzelnen in seinem Fachzu befördern. So lange eine Familie von wenigen Personenbeisammen lebt, ist kein König derselben nöthig; der Hausvaterallein mag wohl Alles leiten, was zu äußerlicher Zucht undOrdnung gehört. Aber wenn mehrere Familien, wenn ganzeVölkerschaften in enge Verbindung treten, daun müssen sich mitden Geschäften die Vorsteher vermehren, und den einzelnen Obernmüssen, damit sic alle gleichartig handeln und ihren Pflichtengenug ihn», noch Höhere vorgcsctzt werden. Daß man Vor-gesetzten, als Vollstreckern des bestehenden Gesetzes, als Aus-