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kommcne, welches im menschlichen Herzen wohnen muß, ist dasGöttliche.
Daher hatten die ersten christlichen Gemeinden auch nur we-nige kirchliche Gebräuche, und selbst diese wenigen waren sehreinfach. Anfangs wurden noch einige aus der jüdischen Kirche,beibehaltcn, und die Apostel selbst hatten nichts dagegen, wennzum Beispiel manche gläubig gewordenen Juden die sonst vonihnen beobachteten Fasten bcibehieltcn, oder verschiedene.Speisenfür verunreinigend ansahen. Denn dies Alles war ihnen Neben-sache; aber Besserung des Gcmüths, der Glaube und das Ver-trauen auf den Messias, war ihnen das Wichtigste. Die ein-zigen von Christo selbst eingesetzten feierlichen Handlungen warendie Taufe der Erwachsenen, welche sich zur Lehre Jesu bekannten,und das Abendmahl. Bald fügte man auch die Licbesmahlchinzu, bei welchen Reiche und Arme in brüderlicher Gemeinschaftmit einander, was sic hatte», thciltcn.
Die ersten Lehrer der christlichen Kirche waren noch nicht sovon einander geschieden, wie jetzt, sowohl in ihren Verrichtungen,als in ihren Namen. Sic hießen in den Gemeinden die Aeltesten,weil sic cs waren, oder die Bischöfe, welches so viel heißt,als Aufseher. Sie hatten nicht solche Gewalt, nicht so reicheEinkünfte, wie später. Sic waren das Beispiel frommer De-muth, und ahmten darin den Aposteln nach, welche keiner ein-zelnen Gemeinde Vorständen, sondern von Ort zu Ort reiscten,von ihrer Hände Arbeit lebten, und dabei freundliche Unterstützungvon den reichern Christen empfingen.
Wie sich aber allgemach die Zahl der Gläubigen in einerGemeinde, und die Zahl der christlichen Gemeinden in den Län-dern vergrößerte, wurden auch die Lehrer und Aufseher vermehrt;über mehrere Gemeinden wurden obere Aufseher gesetzt, um dieGeschäfte leichter zu behandeln, die Menge derselben zu verthci-