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den Roms kennen. Sc hatten Gelegenheit, dieses Alles zu prüfenund mit dem zu v-egleichcn, was Jesus sie, als das Höchste,gelehrt hatte. Si- mußten Widersprcchung ihrer Vorträge undmanchen Zweifel gegen das hören, was sie als das Wahre undEinzige verkünwten. Es fehlte ihnen weder an Urtheilskraft nochan Scharfsinn. Dennoch, Alles, was sie sahen und hörten underfuhren, weit entfernt, ihre Gesinnung gegen Jesum zu ändern;die Schätze der Weisheit und Einsicht anderer Völker, weit ent-fernt, ihnen Bedenklichkeit gegen den Werth dessen zu erwecken,was sie von Jesu vernommen, — bestätigte sie nur Alles in ihrentiefen Ucbcrzeugungen von der Wahrheit seiner Lehre, von derGöttlichkeit seiner Sendung. „In ihm wohnet die ganzeFülle der Gottheit leibhaftig!" (Kol. 2, 0) riefen sicauch da noch.
Aber die spätcrn Jahre kamen, die Tage des reifen männ-lichen Alters, wo die schöne jugendliche Begeisterung zu ver-schwinden pflegt, und Ernst und Nachdenken die Stelle derselbeneinnimmt. Das Gewühl der Städte, die Stille der Einsamkeit,die Gefahren, denen sie entgegen gingen, Alles reizte sic zurUebcrlegung. „Wofür," konnte Mancher von ihnen bei sichdenken, „wofür opfere ich die Ruhe meines ganzen Lebens hin?Wofür habeich denn Vaterland, Freunde und die Hoffnung einessorgenlosen Greisenalters verloren? Wer weiß, ob nicht schondie meisten übrigen Mitjüngcr sich zurückgezogen haben, ob ichnicht vielleicht noch der Einzige bin, der hier für den Glaubenan Christum lebt und leidet." So konnte Mancher denken. DochKeinen machte auch im spätcrn Alter irgend eine Rücksicht vonseiner Treue an Jesum abwendig. Jeden bestärkte nur die Ucbcr-legung dessen, was der Wcltcrlöser war, wie er lebte und lehrte,in seiner Bewunderung und Treue; Keiner glaubte schon genuggcthan zu haben; Keiner fand in den Lehrsätzen anderer Schulen