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Ä«.
Die Jünger Jesu ohne Jefum.
Am P f i n g st t a g e.
Kol. 2, 8.
Nach Dir verlangt, o Jcsn, meine Seele,
Mein Gott, den ich zum Heile mir erwähle;
Mir znr Verklärung kamst Du, Herr, vom BösenMich zu erlösen.
Du heißest: „Gott mit uns!" und nicht vergebens.
Komm, führe mich, mein Heil, den Weg des Lebens!
Den Weg zum Vater; leite Du, ich flehe,
Mich zu der Höhe!
Wen hat noch sein Vertrau'« zu Dir gereuet?
Wen, der Dich liebte, hast Du nicht erfreuet?
Standhaft will ich, bis Geist und Leib flch trennen,
Nur Dich bekennen!
lange JcsuS unker seinen Geliebten auf Erden wandelte, solange sic Alle Zeugen seiner unendlichen, innigen Liebe, seinerhohen Tugenden waren, die jedes edle Herz an ihn mit Bewun-derung und zärtlicher Zuneigung fesselten; so lange sie sich un-mittelbar durch seinen Trost beruhigt, durch seine göttliche Weis-heit erhoben fühlten, — wer konnte da zweifeln, daß sie vonihm lassen würden?
Als aber die SchrcckenSnacht erschienen war, da Verräthcreiund Haß über ihn siegten; als sein Todestag erschienen war, under, von der Welt verkannt, gleich einem Miffcthätcr zwischenMiffethätern am Kreuze seinen Geist aufgab; als cs einem Ver-brechen gleich galt, sein Bekannter, sein Anhänger, sein Freundzu heißen — da hätte die felsenfeste Treue der Genügen erschüt-tert werden können. Ist cs denn nicht das alltägliche Loos derVI. 14