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erstehen das Sinnzeichen der Unvergänglichkeit alles dessen, wasvon Gott stammt. Sollte ich, um Armuth oder Spott und Haßder Bösen zu meiden, lieber von der Tugend lassen? Nein,Armuth und Verachtung sind ja noch nicht so bitter, als derTod. — Wie? sollte ich, um dem Tode zu entrinnen, von meinerTugend lassen? — Nein, ewig ist ja das Göttliche, die Tugend,und ewig ist mein Geist. Auch er ist von Gott entsprungen,göttlicher Natur, und kann nicht sterben!
Ja, Aufcrstandener, auch ich werde auferstchcn! Mein Geist,fällt einst von ihm der Staub zurück, in welchen ihn die HandGottes gekleidet hatte, wird hcrvorgehcn zu neuer Herrlichkeit,und Gottes Hand wird ihn mit einer verklärten Hülle umgeben,wenn er seines hohen Ursprungs würdig blieb.
Siegend schwangst Du Dich, Sohn des Ewigen, über Grabund Erdentod empor. Siegend werde auch ich — auch ich einKind des ewigen Vaters! — mich über meinen zerfallenden Leich-nam einst erheben. Und wenn die Thräncn irdischer Verwandtenauf meine abgeworfenc Hülle nicderfallcn, fliege ich mit seligemEntzücken Himmelsverwandtcn entgegen, den Triumph des Gött-lichen im Weltall vollkommener zu feiern.
Vater, Mutter, warum stehet ihr so blaß und jammerndneben der Bahre des geliebten Kindes? — Ist Jesus nicht auf-erstanden? Kann das Göttliche untergeben, das einst diesenStaub so schön beseelte, über welchem ihr schmerzvoll gebeugttrauert? — Fromme Tochter, edler Sohn, warum kann deineWehmuth nicht enden um den von dir geschiedenen Vater, umdie erblaßte zärtliche Mutter? Warum seufzest du über dentriumphircnden Hingang des Göttlichen zur Gottheit? So kehrteauch Jesus nach seiner Vollendung zu den himmlischen Wohnun-gen zurück. So kehrt auch das in dir wohnende Göttliche viel-