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verfolgte ihn durch die Schrecken des Todes der Hohn des Pöbels. —Verlassen von der Welt, die er beseligt hatte, schmachtete erzwischen Leben und Sterben hin, und hörte den Triumph derwüthenden Menge. Er zürnte nicht. Er betete für sie. Seinbrechendes Auge wandte sich flehend für fie gen Himmel; seineerblaßte Lippe rief: Vater, vergib ihnen, denn siewissen nicht, was sie thunl ^
O meine Seele, sinke weinend vor dem Kreuze des Gott-menschen nieder, und verehre sein Leiden; er trug es auch fürdich. Er mußte den bittcrn Kelch des Trübsals bis zum letztenTropfen leeren; und wie namenlos war sein Schmerz, da errief: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du michverlassen! Er duldete die Todcsnoth für dich.
Gehe hin, und mische dich unter die kleine Schaar seinerweinenden Freunde und Freundinnen, die nun verwaiset in derWelt dastehen, und jammernd zum Kreuze Hinblicken, an welchemder Heiligste stirbt. Ach, der Niemanden betrübt hatte, warummußte er der Fluch Aller werden? — Er, der mit unaussprech-licher Liebe die ganze Welt umfaßte, und die kommenden Jahr-hunderte beglückte: warum mußte er so grenzenlos Haß tragen? —Auch für dich, meine Seele, ward er der Fluch Aller und truger den grenzenlosen Haß. Er sollte das letzte Opfer des altenBundes werden, welches geschlachtet ward zur Versöhnung derWelt mit Gott. Auch für deine Miffethat ward er geopfert —sein Blut floß vom Kreuze auch für deine Sünden! Ohne ihn,ohne seinen Erlösertod hättest du die Worte Jesu nie ererbt,durch welche allein du deine Seele heiliger und vollkommenermachen kannst! Ohne seinen Erlösertod könntest du nicht mitFreudigkeit in deinem Tode die Worte rufen, die er am Kreuzesprach, als sich sein sterbendes Auge verdunkelte: Vater, ichbefehle meinen Geist in Deine Hände!