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Christus stirbt. Es ist vollbracht!

Der Himmel verfinsterte sich trauernd die Erde erbebtedie Gräber thatcn sich auf viele der entschlafenen Heilige»kamen in die heilige Stadt und erschienen Vielen und dieWachen am Kreuze riefen schaudernd: Wahrlich, dieser ist GottesSohn!

Es kam die große Ucbcrzcugung zu spät. Da die Menschenihr Herz gegen die leidende Unschuld verschlossen hatten, schiensich die todte Natur empfindungsvoll zu beseelen, und mit de»Wenigen zu trauern, die dem vollendeten Gerechten treu ge-blieben waren.

Auch ich, Jesus, mein Crbarmer, der Du in dem blutigenOpfertode am Kreuze mein Heil, meine Seligkeit gegründet hast,auch ich will zu Deinen Getreuen gezählt werden. Ja, auch ichwill in der Feier Deiner Todesstunden, in der Feier und imfrommen Genüsse des heiligen Abendmahls, gleich Deinen nunverklärten Jüngern, mein Herz Dir weihen. Ich will auch meinKreuz, mein Leiden, jedes Schicksal muthvoll auf mich nehmenund Dir Nachfolgen. Ich will, um Theil an Deinem Blut zuhaben, und an dem Segen, den Du damit der sündigen Welterworben hast, Deine Lehre befolgen, die Du uns vom Himmelgebracht. Dies ist das göttliche Erbtheil, das Du uns, sterbenderHeiland, hinterlassen hast.

O Dank Dir, ewiger Dank, Messias Jesus, Gottessohn,für Deine Liebe, die kein Engel faßt, für Deinen Tod, der mireine schöne Unsterblichkeit zusichert.

Wenn mich auch die Last des Erdenlcidens nicderdrückt, willich cmporschauen zu Dir, und Deinen göttlichen Hcldenfinn be-wundern. Wenn auch mich eine undankbare Hand mißhandelt,ein Freund mich verräth, will ich voll Sanftmuth, wie Du, denHaß und die Schmach nicht mit Gegenhaß vergelten. Wenn die