Druckschrift 
6 (1853)
Seite
387
Einzelbild herunterladen
 

- 387 - .

denke ich daran, ZcsuS, ganz in Dir, in Deiner göttlichen Lehrezu leben!

Za, diese Lehre, welche Du uns vom Himmel brachtest, umuns zum Himmel zu leiten; dieser Glaube, der uns über allesIrdische zum ewigen Vater cmporhebt; diese Offenbarungen,welche das Gchcimniß unserer Zukunft entsiegelten, sind unsereeinzige Seligkeit, geben uns die verlorne Menschenwürde wieder,sind unser letzter Trost im Leben und im Tode.

Viele weise, viele gottbcgeistcrte Männer hatten schon vorDir den Menschen den Weg des Heils gepredigt aber wieunvollkommen, mangelhaft und zwcifclvoll war ihre Lehre! Duerschienest, und Dein Wort ist das vollendetste, was sc geredetward. Unter allen Sterblichen vor Deiner Geburt hatte keinerdie himmlischen Wahrheiten geahnct, ihre Gröstc, die Du, Gött-licher, den Kindern des Staubes in Klarheit und wunderbarerEinfalt gäbest, daß sie auch selbst vom Geist der Unmündigenbegriffen wurden. Und die Erfahrensten, die Gelehrtesten, dieWeisesten aller Nationen, welche nach Dir kamen, waren un-fähig, etwas Größeres, etwas Vollendeteres zu lehren. AlleGeister, auch die erleuchtetsten unter den Menschen,kehrten immer wieder zu Dir zurück, und zu DeinemWort. Und wenn auf Erden keine Wunder mehr geschehen,um die Göttlichkeit Deines Wortes, o Jesus Christus, zu ver-bürgen, so dauert das nnwidersprechliche Wunder unter uns fortbis zum letzten der Tage, daß die höchste Weisheit aller Men-schen vor und nach Dir keine vollkommenere Lehre erfinden konnte;daß Dein Mund der einzige war, der sic in die Welt brachte,und die Weisheit aller Sterblichen vor Dir verstummt!

Durch dieses Dein Wort, durch diesen Deinen heiligen Glau-ben, dessen ewige Wahrheit Du mit Deinem theucrn Blute be-siegelt hast, bist Du, o Zesus, mein Heiland, mein Seligmacher