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nungcn, Worten und Werken regenden Glauben jemals zumAbendmahl des Herrn getreten: wahrlich, dein Gemüth würdevoll hoher Rührungen, voll des entzückenden Gefühls gewesensein: mir sind meine Sünden vergeben; ich bin GottesKind! Du würdest dich mächtig empfunden haben, zu sterbenfür deine Pflichten, wie Jesus Christus für das Heil der Weltgestorben ist; du würdest Verzeihung gegeben haben allen deinenBeleidigern, die dich jemals betrübt hatten, oder dich noch inZukunft betrüben konnten. Du würdest in allen Sterblichen nahund fern nur deine verschiedenartigen Brüder, in Gott nur deinenWes liebenden Vater, im Weltall nur dein Vaterhaus erkannthaben. Dann wärest du Ein Geist mit Jesu gewesen!
Und dann hätte die feierliche Handlung im Abendmahlc einenhöhcrn Sinn für dich gewonnen. Sie wäre nicht mehr ein bloßesGedächtnißfcst vom Tode des Messias gewesen, wie man solcheFeste auch wohl sonst verdienstvollen Sterblichen zu weihen pflegt:sondern du hättest dadurch ein Vcrmählungsfest aller cdlern,hohem Naturen, das Vcreinigungsfest deines Geistes mit allenbessern Geistern des gegenwärtigen und untergegangcnen und zu-künftigen Menschengeschlechts, deine Weihe zum neuen Bunde mitGott, deines Geistes Auflösung mit Jesu Geiste gefeiert.
Das Alles ging für dich verloren. Denn wer nicht JesuTugenden hat, nicht die Heiligkeit seines Lebens in That undWort annimmt: wie kann der ihm anhangen? Und wer ihmnicht anhangct: wie kann der Ein Geist mit ihm sein? Undwer nicht ein Geist mit ihm ist: wie kann der am Tode, amBlute und Leibe Jesu Theil haben? Und für wen Jesus ver-gebens auf Golgatha blutete: wie mag der das Wort des hohenSinnes begreifen, welches die heilige Schrift redet: Das Brod,das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?