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ster in der Gemeinschaft mit Jesu — es ist dasEins-wcrdcn mit ihm, dem Allerhciligsten.
Es ist das heilige Abendmahl eine Gemeinschaft mit Jesu;eine geheimnißvollc Verwandlung und Auflösung unsers unsterb-lichen Geistes in ihm, also daß wir in ihm leben, er in unslebt, daß unser irdischer Leib sich dadurch zu einem Tempel desHeiligsten verklärt, und Gottes wird (1. Kor. 6, 19); daß unserGeist und Jesu Geist ein einziger Geist werden, frei von Sünden.
O du, der im Nachtmahle Jesu nur eine todte sinnbildlicheHandlung erkannte: warum ahntest du den göttlichen Sinn darinnie? warum hauchtest du nicht Leben und Wärme in diesenLeichnam?
Du sprichst: Wie mag die Theilnahme am Abcndmahlc sogroße Wunder wirken? Nie habe ich von denselben in mir em-pfunden, noch seine Wirkungen gesehen!
ES ist möglich, daß für dich die heilige Handlung fruchtlosgeschah; aber cs war durch deine eigene Schuld. Du gingst zumAltar und nahmst Thcil; aber nahmst du auch Theil am Leibeund Blute Jesu? — Wie konntest du aber Theil nehmen amLeibe und Blute Jesu, ohne ihm mit allen deinen Gesinnungenanzuhangcn? Wer dem Herrn anhanget, der ist ein Geistmit ihmI (1. Kor. 6, 17.)
Du gingst zum Tisch des Herrn, aber ohne Glauben. DeinLeichnam kam; aber deine Seele war fern in weltlichen Dingen.Du kamst, und hattest Glauben an Jcsum, aber nicht an seineLehren des Heils. Du hattest Glauben an seine Lehren der höch-sten Tugcndpflichten, aber dieser Glaube war in dir ohne Wirk-samkeit; du ließest ihn in dir nicht ins Leben übergehen. Daranerkennen wir, daß wir Jesu angehören: daß wir seine Gebotehalten in Allem gegen uns, gegen unfern Nächsten und gegenGott. Wärest du mit diesem lebendigen, sich in deinen Gefin-