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gebung in seinen Willen alle deine Hoffnungen nur ans ihn ge-setzt Hallen. Dn stelltest deine Verstorbenen höher, als deineübrigen Mitmenschen, welche gleichen Anspruch ans deine Liebemachen, denn sonst würdest du deine eigene Gesundheit nicht mitfruchtlosem, mit imchristlichem Grame schwächen. — Siche, esstarb dein Liebling, und dein Christcnthum verschwand, wie einSchatten. Dn hattest noch nicht das wahre Theil erwählt, wieMaria. — Dieser Tod sollte die Prüfung deiner Religion, deinesGlaubens an Zesum, deines Vertrauens auf die göttliche Vor-sehung werden. — Dn schwanktest! O halte fest in der bangenStunde der Verzweiflung an Gott! Sei Christ, gehe mit männ-licher Entschlossenheit in dein Verhängniß, und sei gewiß, Gottliebt, wenn er uns das Thcncrste nimmt. Er liebt, wenn eruns losrcißt von unfern schönsten Freuden — er reißt uns losvon dem Staube, von dem Vergänglichen, an sein ewiges Vater-Herz. Dn weinest? Wohl, mit deinen Thräncn um den irdischenVerlust erkaufst dn eine frohe Ewigkeit; dein Schmerz führt dichGott näher.
Du sprichst verzagend: „Gott ist die höchste Liebe: warumschied er durch die Hand des Todes zwei fest verbundene Herzen? —Wehe mir, so war cs vielleicht nur meine Schuld, um derenwillen mich Gott strafen wollte? — so war mein eitler Stolzdie Ursache, daß er mich beugen wollte? — so war es meinLeichtsinn, und daß ich seiner im Weltgetümmcl so oft vergaß,daß er mich schrecklich erwecken, und an seine Gegenwart er-mahnen wollte?"
So spricht die Verzweiflung, nicht das christliche Vertrauenauf Gottes unerschöpfliche Gnade! — So spricht der Mensch,wenn er von der Größe Gottes und seiner Erhabenheit nur un-vollkommene, höchst unwürdige Vorstellungen hat; nicht der Mensch,