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6 (1853)
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gebung in seinen Willen alle deine Hoffnungen nur ans ihn ge-setzt Hallen. Dn stelltest deine Verstorbenen höher, als deineübrigen Mitmenschen, welche gleichen Anspruch ans deine Liebemachen, denn sonst würdest du deine eigene Gesundheit nicht mitfruchtlosem, mit imchristlichem Grame schwächen. Siche, esstarb dein Liebling, und dein Christcnthum verschwand, wie einSchatten. Dn hattest noch nicht das wahre Theil erwählt, wieMaria. Dieser Tod sollte die Prüfung deiner Religion, deinesGlaubens an Zesum, deines Vertrauens auf die göttliche Vor-sehung werden. Dn schwanktest! O halte fest in der bangenStunde der Verzweiflung an Gott! Sei Christ, gehe mit männ-licher Entschlossenheit in dein Verhängniß, und sei gewiß, Gottliebt, wenn er uns das Thcncrste nimmt. Er liebt, wenn eruns losrcißt von unfern schönsten Freuden er reißt uns losvon dem Staube, von dem Vergänglichen, an sein ewiges Vater-Herz. Dn weinest? Wohl, mit deinen Thräncn um den irdischenVerlust erkaufst dn eine frohe Ewigkeit; dein Schmerz führt dichGott näher.

Du sprichst verzagend:Gott ist die höchste Liebe: warumschied er durch die Hand des Todes zwei fest verbundene Herzen?Wehe mir, so war cs vielleicht nur meine Schuld, um derenwillen mich Gott strafen wollte? so war mein eitler Stolzdie Ursache, daß er mich beugen wollte? so war es meinLeichtsinn, und daß ich seiner im Weltgetümmcl so oft vergaß,daß er mich schrecklich erwecken, und an seine Gegenwart er-mahnen wollte?"

So spricht die Verzweiflung, nicht das christliche Vertrauenauf Gottes unerschöpfliche Gnade! So spricht der Mensch,wenn er von der Größe Gottes und seiner Erhabenheit nur un-vollkommene, höchst unwürdige Vorstellungen hat; nicht der Mensch,