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welcher in Jesu Christi Fußstapfcn wandelt, als ein Zögling desgottgcsandten Weltcrlösers.

Gott ist die Liebe! (1. Joh. 4, 16.) und weder Zorn nochFurcht ist in der Liebe. Menschen können hassen mit Unvcr-söhnlichkcit; Gott aber kann nicht Haffen, nur lieben kann er!Zn Gott ist kein Wechsel der Gefühle, er ist unveränderlich; undwie er uns liebte von Anbeginn der Welt, so begleitet seineLiebe uns durch die Ferne der Ewigkeit.

Kann den» eine Mutter auf Erden ihr Kind hassen, und csauf ewig verstoßen von ihrer Brust, darum, weil cs in seinemLeichtsinn einmal gefehlt hat? Ach, und was ist denn ein lieben-des Mutterhcrz gegen die unendlichste, heiligste Liebe des Vatersim Himmel? Wie, wagst du zu glauben, Gott sei minder gut,als du, minder vollkommen, als du? Er, der die zärtlichenGefühle in deine Brust pflanzte, sollte von geringerer Zärtlich-keit sein? - Er, der dir rief: Verzeihe deinen Brüdern ihre

Fehler! er sollte unbarmherzig die dcinigen nicht verzeihen?-

Er, der deine Schwachheit kannte, ehe du geboren warst, unddich dennoch liebte mit deinen Fehlern; er, der seinen Sohn indie Welt sandte, uni dich durch seine Offenbarungen zu heiligenund sündenloser zu machen, daß du den ewigen Bestimmungenwürdig entgcgcnreifest, ach, diese unendliche Güte, sie sollteunversöhnlich zürnen? sie sollte dich hassen? sie sollte Freudehaben an deinem Jammer, an deinem Gram?

Richte dich empor und verkenne deinen Gott nicht länger,dem du gehörst, der dich noch nie verlassen hat, dem auch derSünder willkommen ist, der sich zu ihm wendet. Richte dichempor, und bete mit liebendem Vertrauen: Was Gott thut,das ist wohlgctha»! Er ist die grundlose Barmherzigkeit,dessen Gnade kein Aufhörcn hat. Was er dir gab, er hat esdir wieder genommen; aber er gab dir ans Erden nichts für