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wirft! verstockt und verhärtet er sich selbst in seinen alles Lebcns-gliick störenden Fehlern.
Dem Reinen ist Alles rein. Seine Unschuld, seine Tugendverbreiten -über seine Seele eine Heiterkeit, welche, wenn sicauch schon dnrch widrige Ereignisse ans knrzc Zeit getrübt wer-den mag, gleichwohl unwandelbar in ihm fortdaucrt, ja oft dannam glänzendsten ist, und ihn am innigsten erquickt, wenn seineSchicksale am dunkelsten über ihm schweben. Dieser Himmel inseiner Brust lagert sich auch verherrlichend über Alles fern undnah um ihn herum. Dies Erdcnlcbcn, wenn gleich kein ewigerFrühling, ist auch für ihn keine beständige Winternacht. Er ge-nießt hier'einen Vorhimmcl, wo die Unreinen schon eine Bor-Hölle empfinden. Er sucht die guten Menschen auf, und an denSchlechter» selbst das Bessere, was sic haben. Er findet dieGuten, und an den Schlechter» auch immer noch ihr Besseres.Also umgibt ihn in dieser Welt nur das Heilige, das Edle, dasSchöuc. Der Anblick desselben erhebt sein Herz mit neuer Ge-walt, und veredelt, verschönert und heiligt es noch mehr. Erlebt, ein werdender Engel, unter werdenden Engeln, und findetzuletzt in der Sterbestunde nur den Tausch eines Himmels mitdem andern; den Ucbergang von einem durch Gottes Güte imGanzen sehr freundlichen, seligkcitrcichcn Zustand zu einem nochseligem.
Wie bencidenswürdig ist das Loos der Reinen, der wahr-haften Nachahmer Jesu, des Heiligsten in menschlicher Gestalt!Woher kommt cs, daß nicht Jeder dieses Glückes theilhaftig ist?Warum finden so viele Sterbliche in dieser schönen Welt Gottesnoch ein finsteres Jammerthal? Warum quälen sic sich selbstgegenseitig hier, wo Alles doch den Beruf zur Freude hat, nichtzur sinnlichen Freude, sondern zu derjenigen, welche aus demBewußtsein eigener Unschuld quillt?