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6 (1853)
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mit Unwillen über mich und meine Schwachheiten, sondern mitdem Bewußtsein begehen: ich bin in vielen Dingen besser gewor-den, als ich ein Jahr früher war! Ich habe nicht bloß einthätigcs, arbeitsames Leben geführt für mein irdisches Wohlsein,'ondern ein wirklich edleres Leben, ein Leben des Geistes, einLeben in Jesu, ein Leben im göttlichen Willen, reich an Thatender Güte, des Wohlwollens und der Beförderung allgemeinerZufriedenheit. O, Werder Glückliche ist, welcher mit solchemBewußtsein den Tag seiner Geburt für diese Welt feiern kann.:mit welche» Empfindungen wird er den ersten Tag seiner Geburtfür ein höheres, seligeres Leben feiern! Ach, daß auch ich cskönnte! Daß auch für mich der Antritt jedes Jahrs aus meinemLebenslauf nicht bloß eine Stufe in der Zeit, sondern eine merk-lich höhere Stufe zu meiner Vollkommenheit wäre! Daß ich dochnie darin einen Rückschritt, nie einen Stillstand bemerkte!Denn, wehe, die Zeit steht nicht still, und verlorne Jahre findewige Verluste an meinem Dasein, an meinem Glück!

Hat der Christ an seinem Lcbcnsscstc dankbar den Blick aufden Schöpfer gerichtet: auf wen könnte dann dieser Blick eherfallen, als auf dic Aeltcrn, deren er sich als Mensch zu erfreuenhatte! Gott gab sic ihm. Sie waren es, welche die jungePflanze zärtlich vor allen Stürmen zu hüten suchten, damit siczu eigener Kraft gedeihe. Sie waren cs, welche für ihn Kummerund Sorge trugen, che er selbst von Kummer und Sorge wußte.Sie waren cS, welche ihn mit tiefer Innigkeit liebten, che erLiebe wicdcrgeben konnte.

Vater und Mutter, waren sic nicht die Stellvertreter desHimmels für euch? waren sie nicht die Auscrwählten aufErden, in deren Hände Gottes Hand mein Leben und Wohl, alsein anvcrtrautes Kleinod, legte? O Mutter, Mutter! deineThräne, die du einst über meiner Wiege weintest, wie kann ich