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mel cmporfaltcn. Da zeugt unser Thun und Lassen, und jederKampf und jeder Sieg gegen unsere bösen Neigungen von derin uns wohnenden Liebe zu Gott, selbst wenn wir r'm Augenblickdes Handelns nicht an Gott denken. So beweiset ein Kind,wenn es auch von den Aeltcrn abwesend ist, seine zärtliche Ver-ehrung zu denselben am wahrste» und rührendsten, wenn cs immer-dar nach den Lehren und Grundsätzen thut, die es von den Aeltcrnempfangen hat, auch wenn cs nicht unaufhörlich an diese denkt,oder von ihnen spricht. So beweisen ein Vater, eine Hausmut-ter die lebendigste Zuneigung zu ihren Kindern, wenn sic schonnicht an dieselben denken, dadurch, daß sie für dieselben imSchweiß ihres Angesichts arbeiten.
Bist du nicht in der Stimmung, dich in anhaltender Andachtmit deinem Gott im Gebet zu beschäftige», weil du ermüdet oderzerstreut bist: so erkünstele keine Andacht, welche dir mangelt;erkünstele dir keine Inbrunst und Begeisterung, weil dein Be-mühen eben so unnütz als vergeblich sein würde. Es ist dannschon genug, daß du deines himmlischen Vaters mit stummerEhrfurcht gedenkest. Ein flüchtiger Seufzer ist ja oft das herr-lichste Gebet. Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe denn ihrbittet! lehret Jesus, der Heiland. (Matth. 5, 8.)
Aber von der andern Seite sollen wir uns auch nicht ganzcinschläfern und in wirkliche Gleichgültigkeit verfallen. Nein, esist keineswegs gleichgültig, Gottes, unscrS Schöpfers, unscrsRichters eingedenk zu sein, oder zu vergessen. Der Mensch istnur durch seine Verbindung mit Gott groß, dauerhaft froh, edelund gegen alle Schicksale stark. Je näher der Mensch im geisti-gen Verkehr mit Gott steht, je höher steht er. Die Tugend derSterblichen ist nur dadurch göttlich, daß sie ihr Antlitz zu Gottrichtet. Ehrlich, keusch, verständig, mäßig, klug, — o, auchThiere können cs in ihrer Art sein. Aber durch Gemeinschaft