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schicklichkeitcn des Handwerksmannes. Kein Wunder, wenn nach-her der junge Mensch Abneigung gegen ein Gewerbe beweiset,das er aus Not- übernehmen muß, inzwischen man ihm schonNeigungen für ganz andere Geschäfte einzuflößcn angefangen hat.
Der Stolz mancher Acltern wählt oft noch schlimmere Wege.Schon an der Wiege des Kindes wird über dessen künftigenBeruf entschieden, ehe man noch wissen kann, ob cs Anlage zudemselben habe. Man will cs zur Verherrlichung der Familiehöher steigen lassen, glänzendere Rollen spielen lassen, als dieNeltern und Vorältcrn hatten. So geht der Sohn des Taglöhncrsohne Mittel in die Lehre zum Handwerker oder Künstler; derSohn des Handwerkers, ohne hinlänglichen Reichthnm, in die Ge-schäfte des Kaufmanns; so der Sohn des Bürgers und Bauers,ohne hervorstechende Talente, ans die höher» Schulen, um inden geistlichen oder gelehrten Stand cinzutrcten. Viel zu späterst, wenn schon der beste Thcil des Lebens unter langen Vor-bereitungen verloren gegangen ist, wird man des Fehlgriffes ge-wahr, und die Rene schleicht dem unbesonnenen Stolze nach.
Dann erst sieht man den Irrthum ein, wenn der Sohn ent-weder in dem ihm zugedachten Stande gänzlich mißlingt, oderwenn ans ihm nur ein halber Mensch geworden ist; wenn erklagt: Hätte nicht ein falscher Ehrgeiz meine Aeltcrn verführt,die zu hoch mit mir hinaus wollten, ich würde glücklicher sein;ich würde mich anständiger und sicherer ernähren können. Jetztbin ich in einer Lage, wo man mehr von mir fordert, als ichleisten kann. Aus Mangel an hinlänglichen Mitteln sehe ich nichtein, wie ich jemals ein unabhängiges, und in dem mir gegebenenStande anständiges Leben führen könne. Ich werde lebensläng-lich in fremder Dienstbarkeit stehen, oder mich dürftig und spär-lich durchqnälen müssen.
Die Sucht vieler Aeltern, sich und die Kinder über ihren