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Vcrhängniß abcr, welches ihm für irgend einen Beruf ausge-zeichnete Fähigkeiten gab, von der andern Seite es unmöglichmacht, einen Stand zu ergreifen, in welchem von solchen Eigen-schaften der glänzendste Gebrauch zu machen wäre: so entstehtnothwendig jener innere Zwiespalt, der zur langen Unzufrieden-heit Anlaß gibt.
Oft geschieht cs, daß sich die Anlagen und Neigungen einesjKgcn Menschen erst sehr spät auffallend äußern. Und wärengleich Acltcrn und Erzieher bereitwillig und vermögend, ihn jederbeliebigen Bernfsart zu weihen, können sic doch nicht wahrnehmen,zu welcher er dermaleinst am besten taugen werde. Ja, cs istoft der Fall, daß, wenn dem Jüngling ungehindert die Wahlseines künftigen Berufes überlassen wird, er, sich selber ver-kennend, denjenigen Stand ergreift, zu welchem er nachher amallerwenigsten taugt, wenn sich seine Kräfte vollkommen ent-faltet haben.
Doch im Ganzen sind solche Fälle nicht allgemein, son-dern nur Ausnahmen vom Laufe der Dinge im gemeinen Leben.Und was hier die Hand der göttlichen Vorsehung anordnete, hatunstreitig seine höher» und guten Zwecke für die Menschheit,wenn der Mensch selbst nur weise genug ist, sie zu erkennen,und kräftig genug, sie zu erreichen.
So ist cs geschehen, daß zuweilen mancher vortreffliche, geist-reiche Kopf, welcher fähig gewesen sein würde, Länder und Völkerweise zu regieren, oder die Wissenschaften auf eine höhere Stufezu erheben, durch widrige Ereignisse getrieben wurde, sich demAckerbau oder einem Handwerk zu widmen. Hatte er ein Recht,die Unbilligkeit seines Schicksals anzuklagcn? Oder sollen wir,wenn wir solchen scheinbaren Widerspruch erblicken, die WeisheitGottes in Vertheilung seiner Gaben tadeln? — Mit Nichten!Eben dieser geistreiche Landmann verbesserte durch neue Erfin-