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Wen» ich nach Dir nur strebe,

In dein Berns ich lebe.

Erretten Stand und Macht,Rang, Ansehn, Gold und Pracht,Wenn ich nichts EdlerS habe,Vom Schrecken vor dem Grabe?Und vor BekümmernissenDas zagende Gewissen?

Wohin, o Gott, Dein ChristVon Dir berufen ist,

Da kann er Deinen WillenAn Deinem Ruhm erfüllen;

Auch selbst in seinem LeidenDurch Deine Kraft mit Freuden.

Os gibt eine Krankheit, an der viele Menschen leiden: sic heißtUnzufriedenheit mit Stand, Lebensart und Beruf. Diese Krank-heit ist allgemeiner verbreitet, als man wohl glaubt; sic stiftetmehr Ucbcls im Stillen, als man glaubt. Während manchesAngesicht fröhlich lächelt, frißt ein verheimlichtes Gift am wundenHerzen. Man sagt es nicht gern laut. Man weiß, die Klagesei fruchtlos. Aber dennoch läßt man sie zuweilen etwa untervertrauten Freunden laut werden; man hört von den Nichtbc-glückten zuweilen in einem Seufzer die Worte entschlüpfen:Hätte ich statt meines fetzigen Berufs einen andern wählenkönnen, ich würde ein ganz anderer Mann sein!" Oder:MeineTalente, meine Neigungen passen nun einmal nicht zu den Ge-schäften, zu welchen ich verdammt bin!" Oder:In jedem an-dern Berufe wäre ich glücklicher gewesen, als in dem, was ichjetzt treiben muß!" Oder:Ich ward durch allerlei Umständezu diesem Stand, zu dieser Ehe genöthigt, davon ich vorausfühlte, ich könne darin nicht ganz glücklich sein. Meine Neigung,mein Herz ward nicht befragt, sonst wäre cs anders."