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derselben ungehorsam ist, und nicht ihre Gebote thut. Mag dochein Kind gegen Vater und Mutter mit den besten Gefühlen er-scheinen, schmeicheln, seufzen, sich demiithigcn, küssen, vollerSehnsucht nach ihnen sein cs liebt dennoch Vater und Mutternicht in Wahrheit und Aufrichtigkeit, wenn es die Lehren derMutter zu schwer findet, und die Gebote des Vaters nicht haltenwill.. So, o mein Vater im Himmel, empfinde ich cs wohl,daß ich, um Dich wahrhaft zu lieben, und diese Liebe zu bezeu-gen, Deinen Willen bei allen Anlässen meines täglichen Lebenserfüllen muß.

Und das will ich! O verleihe mir zu der Größe dieses erha-benen Willens auch Größe der Kraft. Ja, auch diese verleihestDu! Nie ist der Mensch zum Gutcsthun zu schwach, wenn er eSnicht selbst sein will, und das Vermögen nicht mißbraucht, welchesDu ihm verliehen. So will ich denn liebevoll Handel», weil ichDich liebe; so will ich denn edel und nützlich wirken, Frieden undWohl befördern, wo ich kann, weil das göttlich ist. Und wennich an jedem Tage auch nur einem Menschen eine Freude machenkann, so wird mir werden, als hätte ich schon viel gcthan. Ach,wie mancher Tag ging hin, an welchem ich statt Freude Betrüb-niß verursachte! Ach, wie manchen Tag habe ich verloren! Wieoft vergaß ich Gott zu lieben!

3V.

Die Wahl der Lebensart und des Berufs.

Mark. 1, 18 18.

Mein LooS in dieser WeltSei stets, wie Gott gefällt;

Dich, Vater, laß ich'S wählen.

Dan» kann mir nicht fehlen,