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6 (1853)
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dcr Andacht, von welchem unsere Seele im stillen Gebet erglüht,wenn sie zu dem unendlich großen und guten Geber alles Gutenhinanschaut.

Wir sind Menschen. Kinder sind wir in der herrlichenReihe dcr Geister, deren Edelste Gott unendlich näher stehen,als wir. So wollen wir denn unser» Gott auch mit diesemkindlichen Gemüthc lieben, das er uns ja selbst verlieh. Sowollen wir ihn ewig anrufen: Abba, lieber Vater im Himmel!wie Jesus selbst ihn anrufen und lieben lehrte. So wollen wiruns der Thränc nicht schämen, die wir in der Einsamkeit weinen,wenn wir uns vor dem ewigen Vater betend hinwerfen. Auchunsere Thränc ist ein Gebet, auch unser Seufzer ein Wort desHerzens, auch das Feuer der Andacht, welches aus unfern Augenglänzt, von unfern Augen wicderleuchtct, ist eine Verehrungdes Allerhöchsten.

Wir sind nur Kinder, Unmündige, Schwache im großen ReicheGottes. Als Kinder liebst Du, o liebreichster Vater, uns! Wirkönnen nicht mit Engclsznngcn Dich preisen, aber Du forderstes auch nicht von uns. Du hörst auch unser unmündiges, ge-ringes Lallen gern; nicht was wir thnn, nein, was wir Dir seinmöchten, das ist Dir wohlgefällig. Nicht daß ich Dir feierliche,irdische Opfer bringe, nicht daß ich Dir zu Ehren festliche Hebun-gen anstelle, wie man etwa schwachen Menschen zu Ehren an-stellt nein, dies ist es nicht, was Dein Wohlgefallen erwecken,was meine Liebe zu Dir bezeugen kann: sondern daß ich DeinenWillen auf Erden erfülle; daß ich Zcsum in meinen Brüdernauf Erden liebe; daß ich rastlos Gutes erdenke, nützlich wirke,Segen, Wohlstand, Frieden und Freuoe um mich her verbreite,so weit meine Kraft ausrcicht.

Mag doch ein Kind zum Preis seiner Aeltern glänzende Festebegehen, es liebt dennoch seine Aeltern nicht, wenn es dem Willen