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sucht zur innigsten Verbindung und Vereinigung mit dem geliebtenGegenstände. So sei denn mein Streben auch nur Verbindung,Vereinigung mit Gott. Vereinigung mit der Gottheit aber istnichts Anderes, als daß ich mich durch Jesu Wort und Lehrevergöttliche, daß ich in meinem ganzen Wesen vollkommen werde,göttlich-wohlthätig wolle, göttlich-wohlthätig denke, göttlich-wohlthäiig handle.
Indem ich ganz im Sinn Gottes lebe und wirke, loset sichmein Geist in der Gottheit auf; ich bin der Gottheit Werkzeugzur Beglückung der Menschen auf Erden; ich bin, ich werde JesuBruder, der mich Bruder nannte; ich werde Gottes Kind sein.
Dies ist Liebe zu Gott, wie sie sein soll, wie sic Jesuswollte. Sie ist nicht ein leeres Gefühl, sondern selbstbeseligcndeSHandeln.
Inzwischen wir sind Menschen — Geist und Körper wirkenjederzeit in inniger Verbindung. Wir könne» uns und sollenuns schöner Aufwallungen des Gcmüths nicht bei de» Erinnerungenan Gott erwehren. Gefühle sind nur schädlich in der Religion,wenn wir aus ihnen die Hauptsache machen, mnd die Thatenvergessen, welche Gott gebot. Gefühle sind, wenn wir uns ihnennicht ganz allein hingebcn, die wirksamsten Mittel zur Erhebungunscrs bessern Selbstes, zur Stärkung »nscrs Gemüthes imGuten. Der Mensch würde in träger Gleichgültigkeit verderben,und stille stehen auf der Bahn der Vollkommenheit, wenn nichtzuweilen ein Sturm der Empfindung uns mit sich fortrisse.
Achtungswürdig sind jene schönen Aufwallungen des Gcmüths,welche die Betrachtung der Größe Gottes in der Natur oder inden Verhängnisse» unscrs Lebens hcrvorruft. Achtnngswürdig istdie heilige Begeisterung, welche uns in dem Gedanken an JesuVollkommenheit und Offenbarung, an seine Liebe, an seinenWelterlösertod ergreift. Achtungswürdig ist das himmlische Feuer