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aber der Verdruß um deine Unbesonnenheit wird dich noch nachJahren peinigen. Du vernachlässigtest deine Sittsamkcit, aberdies kostete dich die Hochachtung der Bessern, dies bezahltest dumit der verlornen Achtung für dich selbst.

Darum wache nie aufmerksamer über dich, alswenn die Freude in gesellschaftlichen VergnügungenMeisterin über dein Bewußtsein zu werden droht.Sei nie strenger gegen dich, als wenn das Zusammenwirkenreizender Umstände deine ganze Sinnlichkeit angenehm aufregt,und deine Gefühle in fröhlichen Aufruhr zu bringen droht. Dannbist du am schwächsten, wenn die gaukelnde Lust dich mit Rosen-ketten fesselt. Wo Sittsamkcit und das Anständige vernichtetfind, da sind auch dem Verbrechen die Schranken geöffnet, undder Sünde die geheimen Wege zum Herzen aufgeschlossen.

Der Umgang mit unsittlichen Menschen ist derSchamhaftigkeit Untergang. Das Beispiel der Frechheitmacht endlich gegen manches Unschickliche gleichgültiger, und dieGewohnheit macht das Zartgefühl stumpfer. Selten oder niewird ein ganz Unverdorbener am Umgang mit Personen Ver-gnügen finden, welche aller Sittsamkcit spotten und Ehrbarkeitverhöhnen. Und ist er gezwungen, mit ihnen zu leben, wird sichlange sein Gefühl gegen die Schamlosigkeit empören.

Oft aber verleitet ein falscher Stolz auch den Unschuldigenund Edcldenkendcn, Theil an unanständigen Scherzen und ekel-haftem Witze zu nehmen. Die Macht dieses Stolzes besiegt seinebessern Empfindungen. Er will sich diesen Verachtungswürdigengleichstcllen, die sich durch die Ausgelassenheit ihres Witzes, durchdie Unerschöpflichkeit in Zweideutigkeiten über ihn erheben zuwollen scheinen. Er will seinen Verstand geltend machen aufKosten seines reinen Herzens. Er will nicht den Spott, auch derernicht ertragen, die ihm verächtlich sein müssen. Er stellt ihrer