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Die Umstände machten ihn zum Verbrecher! Nein,nein, es gibt keine Verhängnisse, die zum Verbrecher machen;menschliche Schwachheit ist es, Mangel an Scelcngrößc ist cs,welcher die Umstände verbrecherisch benutzt. Denn wenn die eiserneNothwendigkcit gebieterisch erscheint und zum Handeln treibt —was soll handeln? Der Geist steht kraft- und tugendlos, dieLeidenschaften wirken allein. Das Verbrechen wird vollbracht-Darum ist der Gottlosen Weg wie Dunkel; und siewissen nicht, wo sie fallen!
Oft hört die Jugend:.Was werden die Leute von dir sagen?Selten hört sie: Was sagt der allwissende Gott, und was deinGewissen? Das Kind gewöhnt sich, der Leute willen zu handeln,und hat es den Augen derselben ein Genüge gcthan, glaubt esseine höchste Pflicht vollstrcckt zu haben. Man lobt es; cs freutsich des leicht verdienten Beifalls. Es vergißt, daß es in derBrust ein Gesetz, einen streng richtenden Gott in den Himmelnhat — es lebt für die Achtung der Welt. Zwar man bemerktseine Eitelkeit; doch erregt die kindische Aeußerung derselben nurLächeln. Man nennt dies ein schönes, laut gewordenes Ehrge-fühl. Die Unvorsichtigen wünschen sich selbst Glück, den cdelnFunken entzündet zu haben, und fachen ihn freudig noch mehran. — Wehe, er gedeihet ohne fremde Hilfe!
Das eitle, beifallsüchtigc Kind lernt bald heimlich begangenesUnrecht verhehlen, und Aeltern und Erzieher täuschen. Es freutsich, manches Verbotene genascht zu haben, und doch unentdecktzu bleiben. Es kennt das Böse, aber cs verwirft es nicht, son-dern verheimlicht cs nur, um nicht Verachtung zu ärnten. Eskennt das Gute, aber schätzt cs nur, um vor den Leuten destomehr Ruhm damit zu erwuchern.
Und das eitle Kind wird zum ehrsüchtigen Jüngling. Mäch-tigere Leidenschaften erwärmen ihn, höhere Ziele erblickt er. Er