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Gehcimniß; sie machen dem Körper endlich zum Bcdürfniß,was ihm anfangs vollkommen entbehrlich war, und nöthigcn,oft gegen die bessere Ueberzeugung, dies Bediirfniß von Zeit zuZeit zu befriedigen. Der unmäßige Trinker fand anfangs nurWohlgefallen an der heitern Stimmung, zu welcher ihn dermäßige Genuß eines geistigen Getränks emporhob. Seine abge-spannten Nerven gewannen, wie durch eine wohlthätige Arznei,neues Leben. — Er suchte sich dies Vergnügen von Zeit zu Zeitzu erneuern, oder er wiederholte es öfters, wenn ihm unange-nehme Begebenheiten den frohen Muth raubten. Nie glaubte er,ein Trunkenbold dadurch werden zu können, welcher einst dieVerachtung aller bessern Menschen, die Zammcrthränen seinerFamilie, die Zerrüttung seines Hauswesens auf sich laden, undsogar feinen Tod beschleunigen werde. Denn er fühlte bei sichdas Vermögen noch, sich zu jeder Zeit der geistigen Getränke ent-schlagen zu können, wenn er wollte; und zweifelte nicht daran,cs werde dies immer der Fall sein. — Allein cs war nicht immerder Fall, und konnte es nicht sein. Denn durch öftere Wieder-holung wurden seine Nerven dieses außerordentliche Reizmittelgewohnt, das heißt, sic verloren ihre Spannung und Thätigkeit,wenn es fehlte. Es erfolgte Muthlofigkeit, Niedergeschlagenheit,Unbehaglichkeit in allen Theilen des Körpers. So ward der Un-glückliche körperlich genöthigt, seine Zuflucht zu starken Getränkenzu nehmen, um sich nur in einer ganz gewöhnlichen Gcmüths-stimmung zu erhalten. Wollte er hingegen diese zur Heiterkeiterheben, mußte er die Menge der Reizmittel verdoppeln. — Soward die erste Unvorsichtigkeit aus einem Fehler zum Laster;die Gewohnheit zur unbezähmbaren Leidenschaft. — Immerforderten seine verwöhnten und überreizten Nerven ein größeresMaß der Erregung, um nicht zu erschlaffen. Noch erkannte erdas Ucbel; noch machte er sich Vorwürfe, noch vielleicht Ver-