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6 (1853)
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zclt, und dic Art und Beschaffenheit äußerer Umgebungen wirktso lebhaft auf den Beobachtenden ein, daß cs oft nichts weiterbedarf, als einen verwilderten, unordentlichen, nachlässigen Men-schen in Verhältnisse zu setzen, wo er überall Genauigkeit undRegelmäßigkeit nur sich her erblickt, um ihn selbst zum Freundederselben in seinem Hauswesen zu machen.

Es ist aber keine Ordnung ohne Einfalt. Schönheit selbstist die höchste Einfalt, das heißt, Verbindung aller Theilc zueinem Ganzen auf so innige Weise, daß davon nichts genommenwerden kann, ohne das Ganze zu vernichten; Entbehrung undVerbannung alles Ueberflüssigen, das nicht zur Sache gehört;Ucbcreinstimmnng des Ganzen zum Hauptzweck, oder mit dercigenthiinilichcn Denkart des Menschen. Dic höchste Einfalt istdic vollste Wahrheit, dic treueste Natur.

Und das Einfache trägt jederzeit das Gepräge des ELcln.Darum erscheinen uns die Schöpfungen Gottes so erhaben, weilin ihnen alle Theilc im engen Verbände zum großen Ganzenstehen, und nichts darin entbehrt werden kann, ohne die Harmo-nie des Gesummten zu vernichten. Ucbcrall herrscht hier, selbstin dem unermeßlichen Neichthum der Dinge, Entfernung allesUeberflüssigen, das Gesetz strenger Sparsamkeit; die Natur er-reicht immer ihre außerordentlichsten Zwecke durch die geringsten,einfachsten Mittel.

Es gibt keine wahre Schönheit, ohne daß sie nicht das Wesendes Edeln darstellt. Selbst das Anmnthige im Kleinen gefälltdurch dic Reinheit seiner Formen und Farben und erhält dadurcheinen gewisse» Adel.

Und was ist das Edle und Erhabene in der Natur, wie inden Werken menschlicher Kunst, als eine sinnliche Abspiegelungdes Guten, des Tugcndlichcn und Begeisternden im Gcmütheselbst? Darum nennen wir die Lehre des Christenthnms er