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Streben nach äufrerer Schönheit.

Sirach 41, 22.

Gott schmücket seine weite ErdeMit neuer Schönheit jedes Jahr,

Daß sic der Freude Schauplatz werdeFür seine Menschen immerdar.

Thal, Hain nnd Nur ruft uns entgegen!

Gott liebt die Menschen, die er schuf;

Genießt, genießt des Vaters Segen,

Dies ist der Sterblichen Beruf!

Folgt diesem Ruf und nehmt die FreudeMit frohem Sinn, die Gott euch beut;

Freut euch, so oft im BlumenklcideSich rings um euch die Flur erneut;

So oft im Sommer reicher AchrcnGoldschimmcr euch cntgcgcnbkiukt;

So oft im Herbst aus traubcnschwcrenWcinhügcln Gottes Segen winkt.

lind, Töchter Gottes, Gottes Söhne,

Schönheit ist seines Segens Kleid!

Zum Guten fügt auch ihr das Schöne,

Zum Nützlichen die Lieblichkeit!

Wie Gott sich selbst im Staub verkläretDurch Wundcrrcizc hoher Pracht,

So wird'' auch, wcnn's gleich flüchtig währet,

Dem Schönen gern ein Wunsch gebracht.

Eft haben christlich - fromme Eiferer, welche in dcrVcrschmähungalles Irdischen zu weit gingen, nicht nur Jeden getadelt, der ent-weder seinem Körper ein gefälligeres Ansehen zu geben bemühtwar, oder überhaupt Wohlgefallen an dem äußerte, was reizendfür die äußern Sinne erscheint, sondern selbst die Werte solcherKünstler als unanständig, thöricht, zcitoerschwcudcud verachtet,