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A«S Dcincn'Tempeln ström' er uns,Ström' Heiterkeit in jedes Hauö,
Zn jede niedre Hütte!
„solches habe ich mit euch geredet," sprach Jesus zu seinenJüngern, „solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mirFriede habet. In der Welt habt ihr Angst; aber seidgetrost, ich habe die Welt überwunden!" (Joh. 16,33.)
Wie soll ich diese merkwürdigen Worte des heiligen Welt«lehrcrs verstehen?
Er spricht, darum habe er geredet und gelehrt, daß wir Frie-den in ihm haben. Frieden in ihm, das heißt, nicht in seinemLeibe, sondern in seinem Geiste, in seiner großen, heiligenDenkart, in seinen Verhältnissen zur Welt und zur Gottheit,die auch unsere Denkart und unsere Verhältnisse werden sollen. —Frieden sollen wir in ihm haben — aber mit wem? Denn woFrieden cintretcn soll, muß eine Entzweiung vorangegangen sein.—Frieden mit Gott, dem Vater, dem Allerhciligfien; Frieden mitunserer ewigen Bestimmung, mit uns selbst. Denn mit sich selbst,mit seiner ewigen Bestimmung, mit Gott lebt der sündige Menschin Feindschaft. Nur in Jesu findet er Aussöhnung und Frieden.
Frieden in Jesu ist die Sclbstverklärung des mensch-lichen Geistes schon auf Erden, durch die Macht des Glau-bens oder der Jcsusrcligion. Es verklärt sich aber unser Geist,wenn er sich von allem Unreinen läutert, welches aus dem Irdi-schen gleichsam in ihm aufsteigt, und das Göttliche in ihm —den» er ist geschaffen nach dem Ebenbilde Gottes — trübet undverdunkelt. Diese Läuterung geschieht durch siegendes Hcrvor-gehcn des Geistes aus dem Schlamme der Alltagssorgcn, derAlliagswünschc, der Alltagsbcgierden und aller derjenigen unan-ständigen Gefühle, welche mit seiner Gotthaftigkeit im Wider-