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pflichtungen eines erkenntliche» Herzens loszusprcchcn, wodurchdu den von, ihm empfangenen Segen vergelten sollst mit Freuden.

Bezahlen läßt sich das irdische Geschenk, und das Vcrweslichcmit Goldstücken aufwicgen, aber nicht das Geistige. Kannst dudie Thräncn bezahlen, die der Kummer deiner guten Mutterdeinetwillen ihren Augen erpreßte? Kannst du ihre Seufzer be-zahlen oder die mit Sorge für dich durchwachten Nächte des Va-ters? Eben so wenig magst du die Sorge, das angrcifcndcNachdenken, die zahllose» Mühen deines Lehrers bezahlen, derfür deine Gcistcövcrherrlichung arbeitete.

Und bedenke, wie undankbar an sich selbst ist der größte Thcilder Arbeiten eines Lehrers! Zeder Taglöhncr weiß am Endedes Geschäftes, was er geleistet hat: aber der Lehrer weiß cSnicht; ihm ist cs fremd, ob sein Wort nur in das Ohr oder auchin das Herz drang. Der Landmann sieht seine ausgcstreute Saatendlich mit grünen Keimen aus dem Schosse der Erde hervor-dringcn, und lohnende Früchte tragen, die seine Tagewerke be-lohnen. Aber in ein unbekanntes, dunkclcö Gebiet, in das Ge-biet der Geister, streut der fromme Lehrer seine Saat hin, undob sie ans Felsen oder guten Boden falle, er kann es nicht bcur-thcilen. Er hat nichts, als sein stilles Vertrauen zu Gott; nichtsfür sich, als die Güte seines Willens und die Reinheit seinerAbsichten. Ach, wie manchen Tag seines Lebens lebte und lehrteer vergebens! Wie manche Nacht sorgte er umsonst! Er wirdgrau unter der Last der Jahre und Arbeiten, ob er auch nur dieHälfte des Guten bewirkt habe, das er gern gcthan haben möchte.

Darum will ich, wie die heilige Schrift gebeut, erkennen,die an mir arbeiten in dem Herr», und mich vermahnen. Mitden wenigen Edcln auf Erden, denen ihr zur Unsterblichkeit ge-rufener Geist wichtiger, als sede irdische Nahrungssorgc ist, willich meine christliche Dankbcgierde denen bezeugen, die meinem