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cdeln und erheben, sind gleichsam die Aeltern, die Väter unsersGeistes; die Gehilfen Jesu Christi zu unserer Gottähnlichwcrdung;die, denen wir das wahre Leben unsers Gemüthes schuldig sind,wie wir den Aeltern Leben und Erhaltung unsers Gemüthesschuldig sind. Darum sind auch tugendhafte Aeltern, welche ihreKinder in aller nützlichen Erkcnntniß und in jeder Christcntugendaufcrziehen, unsere größten Wohlthätcr. Zwar auch für unserirdisches Dasein , für die Sorgen und Mühseligkeiten, welche siounsertwillen getragen, sind wir ihnen Dankbarkeit schuldig; aberdie größte für das, was sie zur Erleuchtung unsers Verstandes,zur Besserung unserer Gemüths- und Denkart gethau. Dennder unsterbliche Geist ist das Höchste, und alles Irdische nur eingeliehenes, hinfälliges Gut.
Glaube nicht, deinen Erziehern, Lehrern könnest du den Dankersparen, weil sie für ihr Amt besoldet und für ihre Bemühungbezahlt sind. Nein, sie sind nicht für ihre Arbeit bezahlt, son-dern sie erhalten nur eine Besoldung — meistens eine sehr spar-same — damit sie im Stande sind, sich ohne anderweitige Zer-streuung ihrem edel» Geschäfte zu widmen. Ohne diese mit Ge-halt und Nahrung verbundenen Lehrämter würden sich schwerlichgenugsam Menschen finden können, die ihr ganzes Leben diesemmühcrcichen Berufe zu widmen das Vermögen hätten.
Dem geringsten Handwerker wird seine Arbeit bezahlt. Zenachdem er sic besser liefert oder schlechter, wird sie ihm mehroder weniger belohnt. Aber dein Lehrer, und wenn er Tag undNacht darauf sänne, dir der Wohlthätigste zu sein, und wenner durch Fleiß und Nachdenken die höchste Kunst erwürbe, dirdie Perle der Wahrheit in den goldenen Schalen des Worteszu reichen, wird darum nicht höher belohnt. Für seine Mühen,für seine Lehren ist kein Preis gesetzt. Der Staat setzt ihn inden Stand, sich dir weihen zu können, ohne dich von den Ver-