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müht, ohne Laß ei» guter Erfolg seine Mühe krönt, ist gleichdem, welcher seinem Freunde Hilfe über das Meer sendet, wosie untcrgcht. Du hast seine Hilfe nicht empfangen, aber dochseinen Willen. Diesem bist du zum Dank verpflichtet, als hätteer dein Glück vollkommen so befördert, wie es sein Ziel gewesen.Nicht die Gabe sollst du lieben und segnen, sondernden Geber!

Man kann leicht den Edelsinn oder die Rohheit der Menschenaus den Gelegenheiten erkennen, bei welchen sich ihre Dankbar-keit vorzüglich äußert. Der gemeine, sinnliche Erdenmensch hatnur Sinn für die Wohlthatcn, die seinem Leibe wohlthun. Stilleihm den Hunger, verhülle seine Blößen, er wird dir Dank wissen.Erziehe ihn hingegen zum bessern Menschen, bereichere ihn mitKenntnisse» er wird kaum wissen, ob er dir dafür auch Er-kenntlichkeit schuldig sei; denn er sicht und fühlt und schmecktnicht, was du ihm gegeben hast oder noch gibst. Er rechnet dirnur Brod und Kleid, nur Obdach und Geld an, was du ihmverliehen; aber dein Rath, deine Lehre, dein Trost, deine War-nung, wiewohl sie ihm vom größten Nutzen sein konnten undvielleicht waren, sind ihm nur Worte gewesen; die hält er fürwohlfeil; er glaubt aller Schuld entledigt zu sein, wenn er dirdafür höfliche Dankvcrsichcrungcn in Worten zurückgibt. Sichauf irgend eine andere Art, durch Dienstleistungen, Geschenkeund so mehr erkenntlich zu beweisen, scheint ihm schon zuviel.

Daher ist auch überhaupt die Dankbarkeit der Menschenjedes Alters und Standes besonders gegen ihre Rath-geber und Lehrer am allcrscltcnstcn. Denn die Mehrheit derMenschen ist roh, für das Geistige gefühllos, und den höchstenWerth nur in das setzend, was dem Leibe irdisch wohlthnt. Nurwer selbst cdeln Geistes ist, der ist Geistern dankbar.

Die Barmherzigkeit, welche dem Bettler durch ein hingercich-