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Summen Geldes, welche uns retten oder beglücken. Zuweileneine freundliche Fürsprache, ein kluger Nath, eine nützliche, zurrechten Zeit gegebene Nachricht, ein Trost, ein weiser Spruch,der unsere Seele ans der Tiefe der Verzweiflung und Bekümmer-»ist cmporhcbt, thun uns mehr Gutes, als kein Haufen Goldesvermöchte. Die uns damit erzeigte Wohlthat besteht aber nichtin der Kleinigkeit, die gegeben ward - sondern in dem hohen Nutzen,welchen sie uns brachte. Was ist auch klein und groß im Leben,wichtig oder unwichtig? Alles wird erst durch die Umstände be-deutend oder gering, und empfängt durch die bcsondcrn Verhält-nisse seinen Werth. So sind cs meistens sehr geringfügig schei-nende Sachen, welche auf die Schicksale nnsers Lebens am aller-entscheidendsten wirken. Ze wichtiger deiner äußern Lage oderdeiner Seele ein Dienst war, je dringender und lebhafter undthätigcr sei denn also, Christ! auch deine Dankbarkeit.
Von der ander» Seite ereignet cs sich wohl auch oft, daß dieeifrigsten Verwendungen und Bemühungen unserer Freunde ver-geblich für uns blieben, daß ihre schwersten Aufopferungen keinenNutzen für uns hatte». Wie? sollen wir uns darum für wenigerdankverpflichtct halten, weil das, was sic thatcn, uns wenigerhalf, als sic wünschten? Ob wir gleich keinen Vortheil vonihren Anstrengungen hatten: haben sie darum diese Anstrengungennicht für uns gehabt? Waren sic die Herren des Erfolges, oderlag derselbe nicht in der Hand eines Höher»? Müssen wir beimenschlichen Handlungen mehr auf den Erfolg oder auf die Ab-sicht unv den guten Willen sehen?
Nein, des Christen Dankbcgierdc richte sich nicht nach derSumme des Guten, was ihm aus einer hilfreichen That erwachsenist: sondern auch und vorzüglich nach der Größe der Mühe undAufopferung, die solche That Andern kostete, selbst wenn sic ver-gebens geschah, und uns nichts fruchtete! Wer sich für uns be-