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6 (1853)
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Ja, ich will das Herz behüten, denn aus ihm gehet mein Glückoder mein Elend, mein Ruhm oder meine Schmach, ineine Freudig-keit zu Gott und zu allem Guten, oder meine Furcht, meinGram und meine Entschlossenheit zum Verderben hervor.

Und Du, mein unsichtbarer, mein himmlischer, mein michunendlich liebender Vater, mein Gott! stärke Du mich zu großenund heiligen Vorsätzen und ihrer unabänderlichen Erfüllung mitDeiner heiligen Kraft. Ich will lieber untergehen, und will dasThcucrstc von allem Irdischen cinbüßcn, lieber sterben, als DeinesBeifalls entbehren, als Nebels thun, und wider Dich, meineneinzigen Gott, sündigen.

Stärke mich mit Deiner heiligen Kraft! Wie sollte ich dennnicht mächtig genug sein, mich selbst zu überwinden, um DeinerLiebe, um Deines Beifalls willen? Warum sollte ich nichtmächtig genug sein, einen verderblichen Rausch von mir abzu-haltcn, und eine thörichtc Neigung zu besiegen? Nein, wessenich mich vor Menschen schämen muß, weil mein Gewissen mirsagt, daß cs ein Unrecht ist, dessen will ich vor Dir, o Du Er-habener und Heiliger! nicht schuldig sein. Hinweg, elende Thier-heit in mir! Mein Gott rief mich zur Ewigkeit, zum Sieg überdas Sinnliche und Sündliche! Diesen Sieg will ich erringen:ich will und sollte ich im Kampfe vergehen ich will!

Und überrascht mich ein Augenblick der Versuchung Gott,so fliehe ich im Geiste zu Dir, betend mit Inbrunst zu Dir,daß ich mich in Deiner heiligen Nähe zur Heiligkeit und edclnStandhaftigkeit ermuthige. Amen.